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Eisenerz |
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Die Stadt Eisenerz liegt in der Steiermark, inmitten
der aufragenden Felsen der Eisenerzer Alpen im Südwesten
und des Hochschwab im Nordosten, ca 25 km nordwestlich
der Bezirkshauptstadt Leoben. Die Geschichte des Ortes ist
seit jeher vom Erzabbau bestimmt. Zahlreiche Bewohner verdienten
in den vergangenen Jahrhunderten damit ihren Lebensunterhalt.
Der Erzberg zählt heute zu den größten touristischen
Attraktionen der Obersteiermark.
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Das alte Rathaus
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| Im Norden des Gemeindegebietes
liegt der Leopoldsteinersee, ein malerischer Bergsee,
der in heißen Sommern zu einem kühlen Bad einlädt.
Der Leopoldsteinersee trägt seinen Namen auf Grund des
nahe gelegenen Schlosses Leopoldstein. Der See liegt auf
etwa 600 Meter Seehöhe, er ist 1400 Meter lang und
370 Meter breit, seine tiefste Stelle beträgt 31 Meter.
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Auf dem Bergmannsplatz
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| 1230 wird das Gebiet zum
ersten Mal in einer Urkunde unter dem Namen Aerze erwähnt.
1293 wurde in einer Urkunde von einer Hube "im innern Eisenärzt"
berichtet. 1453 ist die Verleihung des Marktrechts dokumentiert.
Bis Ende des 15. Jahrhunderts blühte der Erzabbau am Erzberg,
aber der Dreißigjährige Krieg brachte das Eisenwesen
fast gänzlich zum Erliegen. |
| Schließlich übernahm
das Land Steiermark den Bergbau einschließlich Verarbeitung
und Handel. Dafür wurde die "Innerberger Hauptgewerkschaft"
gegründet, die den Erzberg bis 1881 verwaltete
und bewirtschaftete. In diesem Jahr wurde sie von der Oesterreichisch-Alpinen
Montangesellschaft abgelöst, die den Etagen-Abbau am Erzberg
begann, welcher dem Berg die heute so charakteristische Form
gegeben hat. In dieser Zeit wurde auch die Normalspurbahn
über den Präbichl nach Leoben gebaut (Zahnradbahn). |
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Ortsaussicht
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| Heute beheimatet die alte
Bergstadt nur mehr rund 5.500 Einwohner. Zu den besonderen Attraktionen
von Eisenerz zählt unter anderem neben dem Erzberg
die Altstadt mit der Oswaldikirche, der Kammerhof, das Bezirksgericht
am Bergmannplatz, der Schichtturm, das Haus zum "Heiligen
Geist", sowie Schloss Geyeregg. |
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Der Schichtturm - ein Wahrzeichen
von Eisenerz
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| Den Schichtturm erreicht
man über über kurze Serpentinen von der Altstadt aus
oder über einen Kreuzweg. Vom Schichtturm aus hat man die
beste Möglichkeit einen Blick über die Stadt und auf
den Erzberg zu werfen. |
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In den Gassen der Altstadt
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| Bereits im 4. Jh nach Chr.
wurde am 1466 m hohen Erzberg Bergbau betrieben (Norisches
Eisen), die erste urkundliche Nennung stammt aus dem Jahre 1171.
Seine Blütezeit erlebte der Erzberg jedoch im 19. Jh. |
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Der Erzberg
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Heute werden Besucher aus aller Welt dazu eingeladen, auf
der
Ladefläche eines umgebauten Schwer-Lkws, eines gigantischen,
860 PS-starken Muldenkippers (des sogenannten "Haulys")
den Erzberg zu befahren. Dieser Riese ist 11,5m lang,
5,5m breit, und 4,5m hoch. Sein Eigengewicht beträgt
55 Tonnen. Vor seinem Umbau zum größten Taxi der
Welt konnte er 77 Tonnen Gestein aufnehmen. Heute können
64 Besucher auf der umgebauten Lademulde Platz
nehmen. Die offizielle Bezeichnung lautet Haulpark
Truck 85 C. Er wurde 1980 in Illinois in den USA von der
Firma WABCO gebaut und war 11 Jahre am Steirischen Erzberg
im Einsatz.
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Mit dem "Hauly" unterwegs auf
dem Erzberg
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| Bei einer Führung
durch das Schaubergwerk Eisenerz und seinem unterirdischen
Labyrinth aus stillgelegten Stollen können Besucher die
harte Arbeitswelt der ehemaligen Knappen im Erzberg
kennen lernen. Das Bergwerk unter Tage wurde 1986 geschlossen,
womit Jahrhunderte gefährlicher Plackerei zu Ende
gingen. Wie arbeitsintensiv diese einst war, lässt sich
aus einigen Zahlen ersehen. Während des Zweiten Weltkriegs
rackerten hier mehr als 8000 Menschen für die Hermann-Göring-Werke.
Und auch zur Zeit des Wiederaufbaus im freien Österreich
zählte man 1958 noch 4500 Knappen. Deren Arbeit ist heute
nur mehr im Schaubergwerk annähernd nachzuvollziehen. |
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Die moderne Erzgewinnung schaut anders aus, auch wenn sie
im Prinzip den selben Regeln folgt: bohren, sprengen, verladen,
brechen, sortieren. Der heutige Abbau erfolgt aber nur mehr
im Tagbaubetrieb mit Radladern und Schwerlastkraftwagen.
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Unterwegs im Bergwerk
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Die ausgiebigen Eisenerzvorkommen des Erzbergs werden in
der Sage vom Wassermann auf denselben zurückgeführt.
Laut dieser Sage wurde vor urdenklichen Zeiten von
der Eisenerzer Bevölkerung durch einen listigen Trick
ein Wassermann, der aus den Fluten einer Wassergrotte aufgetaucht
war, gefangen genommen. Er wehrte sich mit aller
Macht, aber es half nichts. Sie führten ihn unter
lautem Gejohle taleinwärts und waren schon zu der Stelle
gekommen, wo man zum ersten Mal den Erzberg erblickt.
Dort wollte der Wassermann nicht mehr weiter. Er
tobte, jammerte und schrie und versprach schließlich
für seine Freilassung große Schätze.
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Der Wassermann wird gefangen genommen
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Das hörten die Leute gerne
und fragten gleich: "Was willst du uns geben?" Und
der Wassermann bot ihnen an: "einen gold'nen Fuß
(Gold für zehn Jahr),
ein silbernes Herz (Silber für hundert Jahr) oder einen
eisernen Hut (Eisen für immerdar)".
Da riefen die Eisenerzer kurz entschlossen: "Den eisernen
Hut, den wollen wir haben, Eisen auf immerdar!" Da wies
der Wassermann auf den Erzberg mit den Worten: "Sehet,
dort steht er, dort ist jener Berg der Euch in Ewigkeit das
Eisen geben wird!" Das Fabelwesen erlangte wie versprochen
die Freiheit und verschwand in einer Karstquelle, die seither
als Wassermannloch bekannt ist. |
| Das Versprechen des Wassermannes
- ".....Eisen auf immerdar ...." aber bewahrheitete
sich. Das Eisenerz des Berges wurde zum Segen des Landes Steiermark.
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Der Erzberg |
| Als ich das erste
Mal an Eisenerz vorbeifuhr, fand ich die berühmte Industriestadt
nicht gerade einladend. Die großen Arbeitersiedlungen
wie das Voest-Werksgelände vermiesten mir den Eindruck,
die anziehenden Ecken der (fast) autofreien Altstadt sah ich
nicht. |
| Um so beeindruckender
fand ich den Erzberg mit seinen gelbbraunen Stufen,
die, zusammen mit den Schneeresten, den Steinbrocken und
den Wasserpfützen, mir wie ein riesiges abstrakte Muster
erschien, das mich fast an ein Kunstwerk denken ließ.
Es löste eine subtile Erregung bei mir aus. Unter dem düsteren
Himmel bekam die kahle, von Menschenhand zerstörte
Landschaftsenklave beinahe Züge
einer faszinierender Unterwelt. |
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Österreich für Deutsche
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Entlang der Eisenstraße
von Reinhard Fahrengruber
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Industrie - Landschaft - Kunst.
Der Steirische Erzberg
von Michael S Falser
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Steiermark. Eine Reise
ins Grüne Herz
von Bettina Purkarthofer
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Sagen aus Österreich
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Kompass Karten,
Gesäuse, Pyhrn,
Eisenerz (Landkarte)
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