Geschichte | Persönlichkeiten | Brauchtum | Literatur/Medien
  Landschaften | Essen & Trinken | Kunst/Musik | Wissenswertes
 

Der Dom zu Gurk

Der Dom zu Gurk ist eine zwischen 1140 und 1200 im hochromanischen Stil erbaute Pfeilerbasilika in Gurk in Kärnten, die zu den bedeutendsten roma­nischen Bauwerken in Europa gehört.

Der mächtige Dom birgt Schätze von unsagbarem Wert wie eine Pietá von Raffael Donner, einen 16 m hohen spätbarocken Hochaltar und kostbare Fresken, die dem Volk die Bibel in bunten Bildern erklärten. Im ältesten Teil der Kirche, der mystischen hundertsäuligen Krypta, liegt das Grab der sa­gen­umwobenen Kärntner Patronin, der heiligen Hemma.

Die heutige Pfarr- und ehemalige Domkirche Mariae Himmelfahrt liegt am Ostrand der Ortschaft Gurk auf einer niedrigen Terrasse unweit des Flusses Gurk. Im wenig bebauten mittleren Gurktal sind die imposanten, 60 Meter hohen Doppeltürme des Doms schon von weitem zu sehen.
Das Hauptportal
Das Hauptportal besteht aus einem vermauerten Bogen, wobei die Füllmauer ein hohes spitzbogiges Torgewände und zwei schlanke Fenster, jeweils mit Maßwerkbahnen versehen, erhalten hat.
Grundriss Dom (oben) und Krypta (unten rechts)
Der ursprünglich flachgedeckte Gurker Dom wurde ab ca. 1446 bis 1591 Schritt für Schritt eingewölbt. Zuerst erhielt das Querhaus ein Netzr­ippen­ge­wölbe, um 1500 folgten die beiden Chorjoche mit einer Sternrippenwölbung.
Netzrippengewölbe im Langhaus
Der in den Jahren 1625-32 von dem aus Sachsen zugewanderten Bildhauer Michael Hönel geschaffene und erst 1654 von Johann Seitlinger gefasste (ver­goldete) Gurker Hochaltar gilt als der erste erhalten gebliebene wand­fül­len­de Barockaltar in Österreich.
Details des Hochaltars: Die Evangelisten Lukas und Johaannes
Der 16 m hohe und ca. 9 m breite, verwirrend vielfiguriger Altaraufbau ent­hält 72 Vollfiguren und 82 Engelköpfe. Das Sockelgeschoss wird von den vier Evangelisten getragen.
Details des Hochaltars: Die Kirchenväter Ambrosius und Gregor mit Kaiser Heinrich II.
Im Geschoss darüber stehen die Mächtigen Figuren der Kirchenväter, in den Nischen dahinter befinden sich der Kaiser Heinrich II., der Stifter des Bistums Bamberg und Graf Wilhelm, der Gemal der Heiligen Hemma.
Detail des Hochaltars: Der Kirchenvater Augustinus
Der rechte Seitenaltar wurde 1638/38 auch von der Werkstatt Hönels aus­ge­führt und ist dem Apostelführer Petrus geweiht.
Rechter Seitenaltar
Das Hauptbild zeigt die Martyrien von Petrus und Paulus und ist von den Sta­tuen der Bischöfen Virgil und Rupert flankiert.
Detail des rechten Seitenaltars: der Bischof Rupert
Für weitere architektonische und künstlerische Details sehen Sie bitte nach in Wikipedia [ ].
 

Eine Familiengeschichte

Manchmal sind Erinnerungen nur Stich­wörter, die man irgendwann auf­ge­schnappt hat, und die einen erst los­lassen, wenn man ihnen nach­ge­gan­gen ist.
Der Dom zu Gurk: Das war ein Aus­flugs­ziel meines Großvaters mit Mutter und ihrer Schwester, als sie noch Kin­der waren. Ich habe ihre schwär­me­ri­schen Worte noch in den Ohren.

Als ich dann selbst, viele, viele Jahre später durch das Haupt­por­tal in den Dom eintrat, zitterte ich fast vor Neu­gier. Und ich wurde nicht enttäuscht: Als ich vor dem 16 m hohen ver­gol­de­ten Hochaltar stand, war ich sofort überwältigt. Lange, lange Zeit stand ich mit of­fe­nem Mund und innerlich stark gerührt davor und konnte mich, von tiefer Erfurcht erfüllt, kaum losreißen.


Kärnten
Kärnten verstehen.
Geheimnisse, Besonder-
heiten, Anekdoten

von Alexander Sattmann

(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)

Hemma von Gurk
Hemma von Gurk
von Dolores Vieser

(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)

Für Literatur über den
Dom empfehle ich das
Buchantiquariat AbeBooks.de
(Klicken Sie auf das Bild
und geben Sie als Stichwort
"Dom zu Gurk" ein).
Empfehlenswert das Buch mit
der ISBN-Nr. 3-901557-00-8

Dazu gehen Sie bei AbeBooks
auf Detailsuche und geben
Sie die ISBN-Nr. ein

Österreich für Deutsche
Österreich für Deutsche
(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)