Geschichte | Persönlichkeiten | Brauchtum | Literatur/Medien
  Landschaften | Essen & Trinken | Kunst/Musik | Wissenswertes
 

Hohentauern

Der sich in 1274 m Seehöhe befindende Ort Hohentauern im Bezirk Juden­burg ist ein kleiner 500-Seelen-Ort am Triebener Tauern-Pass in den Rotten­manner Tauern. Die höch­ste Erhebung ist mit 2448 m der Große Bösenstein.

An der Hauptstraße: Kirche und Gasthof Tauernwirt
Schon die Illyrer, Etrusker, Kelten und Veneter nutzten den Triebener Tauern­pass als Verbindung zwischen Murtal und Paltental. Die Römer bauten die er­ste befestigte Straße über den Triebener Tauern. Die ersten Bauten in Hohen­tau­ern waren ein Kirchlein, eine Säumerstation und der Tauernwirt. Diese Gaststätte blickt auf eine 900-jährige Geschichte zurück.
Der Name "Tauern" könnte einen keltischen Ursprung haben. "Tauern" be­deu­te­te demnach "Bergpass, Übergang". Ebenso könnte es einen Zusammenhang mit dem keltischen Stamm der Tauriskern geben, die im Noricum lebten. In letzter Zeit scheinen Sprachforscher zur Annahme zu tendieren, dass der Name slawischer Herkunft sei.

Auch wenn heute der Ort bequem per Auto oder Bus erreicht werden kann, hat sich hier kein Massentourismus breit gemacht. Es sieht fast so aus, als würden die Reisenden nur vorbeifahren, kaum ahnend, was sich für eine außer­or­dent­lich schöne Landschaft hier verbirgt. Mit über 20 Zweitausendern ist der Ort geradezu prädestiniert fürs Bergsteigen und das Wandern! Der Ort bietet darüber hinaus auch Möglichkeiten für Tennis, Reiten, Fischen (in Teich­anlagen), Mountainbike-Fahren und - im Winter - Skilanglauf. Der Tatsache, dass es in Obertauern nur bescheidene Möglichkeiten für al­pi­nes Skilaufen gibt, hat der Ort zu verdanken, dass er nicht das Schicksal seines Namens­vet­ters Obertauern erlitten hat - ein architektonischen Monster zu werden.

Nahezu 150 Jahre lang (seit 1865) prägten neben der Land- und Forst­wirt­schaft der Bergbau das Geschehen in Hohentauern.
Der Bruch im Sunk, wie der Magnesitbergbau Hohentauern in seiner engeren Heimat bezeichnet wird, bildete zusammen mit dem benachbarten, etwa 2 km talabwärts befindlichen Graphitbergbau einen wichtigen Abschnitt in der Ge­schich­te des Bergdorfes. Die großindustrielle Verwertung des Magne­sit­vor­kom­mens in Sunk begann 1907 mit der Errichtung eines eigenen Verar­bei­tungs­betriebes in Trieben. Der Abbau in Sunk blieb für viele Jahrzehnte eines der reichsten Magnesitvorkommen Europas.
1991 wurde der Magnesitbergbau in Hohentauern aus wirtschaftlichen Über­legungen stillgelegt und sechs Jahre später geschlossen. Ähnlich erging es dem Graphitbergbau. Auch dieser wurde 1994 geschlossen. Lediglich im Ver­hältnis kleinen Chloritbergbau findet noch geringer Abbau statt. Alle drei Berg­baue stehen auf Grund und Boden des Stifts Admont, für das sie im 20. Jahrhundert maßgebliche Einnahmequellen waren.
Ehemalige Bergbausiedlung beim Magnesitbergbau
Inzwischen ist nur noch ein Haus der Bergbausiedlung, in der seit den 1950er Jahre die Bergleute wohnten, bewohnt. Sie gleicht einer Geisterstadt. Ihr droht, obwohl es sich um ein Ensemble handelt, das Denk­mal­schutz-Wert hätte, der Abriss durch den Eigentümer, dem Stift Admont.
Mit den Worten eines Werbeprospekts: "Lassen Sie sich entführen in geheimnisvolle Fels- und Höhlenwelten, genießen Sie die Natur besonders intensiv bei einer Wanderung über den Wasserweg, schärfen Sie Ihre Sinne bei einem Gang über den magischen Waldpfad und erleben Sie anschaulich prähistorischen Alltag im Pfahlbaudorf! Einkehren in der Keltenstube oder am Magnesitkiosk, Grillen an einem der Grillplätze ... all das kann man am Keltenberg in Hohentauern hautnah erleben."
Gemeint ist damit, dass Hohentauern im Sommer einen sehr interessanten Naturerlebnispark mit einem Waldpfad, einem Wasserweg, einer Fels-und Höhlenwelt im ehemaligen Magnesitabbaugebiet, einer 60 m langen Rutsche und ein Pfahlbaudorf am Weberteich in Hohentauern bietet. Am sogenannten Keltenberg kann man außerdem unterirdisch durch einen langen Stollen wandern und die Glitzerwelt der Magnesitblüten mit einer umfassenden Mineralienausstellung erleben.

Das Pfahlbaudorf am Weberteich liegt am Ortsende von Hohentauern und ist sehr gut mit Karpfen, Bachforellen, Regenbogenforellen und Saiblingen besetzt.

 

Auf der Suche

Bei Regen und Schnee fuhr ich vor Jahren erstmals durch diesen Ort. Die win­terliche Atmosphäre mach­te mir den kurzen Aufenthalt in der kleinen, warmen Gaststube im Gasthaus Tauernwirt besonders angenehm. Die Holzvertäfelung, die Gamshörner-Trophäen und die Bilder an den Wän­den, die dunklen Holz­bal­ken an der niedrigen Zimmerdecke machten den Raum sogar urgemütlich. Vom Ort sah ich bei diesem Wetter nicht viel. Genug allerdings, um zu wissen: Ich werde wiederkommen.

Steiermark
Steiermark:
Bilder einer Landschaft
Pictures of a Landscape

(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)

Tauern / Tierwelt
Die Tierwelt
der Hohen Tauern
Wirbeltiere

(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)

Tauern
Bergerlebnis Wölzer, Rottenmanner,
Triebener Tauern
und Seckauer Alpen

(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)

Treckingsocken
Hiking+Trekking
Funktionssocke
n
(Auf das Bild klicken,
um die Socken zu bestellen)

Österreich für Deutsche
Österreich für Deutsche
(Auf das Bild klicken,
um das Buch zu bestellen)