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Johnsbach

Das Johnsbachtal und das Bergdorf Johnsbach sind der Inbegriff hochalpiner Romantik, ohne Lärm, Industrie und Durchzugsverkehr und daher bieten sie auch eine Möglichkeit, wirkliche Ruhe und Erholung zu finden. Der Land­schaftscharakter der Umgebung geht vom Felsgebirge über liebliche Berg­wiesen und Almen bis zu ausgedehnten Hochwäldern. Johnsbach bietet jedem Urlauber, ob gemächlichen Spaziergänger, Bergwanderer oder extremer Kletterer, die gewünschte Erholung bzw. sportliche Betätigung.

Blick auf Johnsbach von der Bergkirche

Johnsbach ist eine Gemeinde mit 173 Einwohnern und liegt auf einer Seehöhe von ca. 1000 Metern am und im Nationalpark Gesäuse im österreichischen Bun­desland Steiermark. Der Nationalpark ist mit einer Fläche von 11.054 ha der dritt­größte der insgesamt 6 österreichischen Nationalparks. Er steht mit über 99% der Fläche im Eigentum der Steirischen Landesforste, die rest­li­chen Flächen stellen öffentliche Gewässer sowie eine Alm im Privatbesitz dar.
Blick auf das Johnsbachtal und den Ödstein
86% des Nationalparks sind Naturzone, in der die Naturlandschaft zu erhalten bzw. zu fördern ist. Der übrige Anteil des Nationalparks stellt die Be­wahr­ungs­zone dar, in der eine naturnahe - vom Menschen bewirtschaftete - Kultur­land­schaft im Mittelpunkt des Schutzinteresses steht.
Blick ins Johnsbachtal von der Ebneralm
Das Johnsbachtal ist Ausgangspunkt für zahlreiche Spazier- und Wander­we­ge. wenn man die Wandermöglichkeiten des Gesäuse insgesamt betrachtet, so sind sie fast unbegrenzt. Das Gesäuse ist nicht umsonst eine der bekann­tes­ten und geologisch betrachtet, spektakulärsten Berg- bzw. Naturlandschaften in Österreich.
Ausgewählte Wanderungen
Gemütliches Wandern und viele Einkehrmöglichkeiten bietet die Almentour im hinteren Johnsbachtal. Vom Ebnerbauernhof wandert man durch die Teufels­klamm Richtung Kölblalm und weiter in Richtung Ebneralm, von wo man den schönsten Aussichtsplatz der Runde genießen kann. Über weitere Almen er­reicht man schließlich als letzte Station die Zeyringeralm.
Die Mödlinger Hütte steht in 1.523 m Höhe auf der Treffner Alm südöstlich des Admonter Reichensteins. Vom Parkplatz beim Gasthof Donner dauert der An­stieg zur Hütte etwa 2 Stunden.
Etwas schwieriger ist schon die Tour zur Hesshütte auf 1699 m Seehöhe. Der Weg ab dem Gasthaus Kölblwirt in Johnsbach über die Koderböden und die Stadlalm beansprucht je nach Kondition rund 2 1/2 bis 3 Stunden. Dieser Weg empfiehlt sich am ehesten, wenn man mit Kindern oder älteren Personen unterwegs ist.
Blick auf den Reichenstein
Eine ungewöhnliche "Sehenswürdigkeit" von Johnsbach ist der berühmte Berg­steigerfriedhof, der rund um die barocke Bergkirche angelegt wurde. Zum Teil historische Grabstätten erinnern an die in den Gesäuse-Bergen verunglückten Bergsteiger. Der Friedhof wurde so angelegt, dass man über den im Tal reichenden Kirchengrat in einer Linie zum Hohen Ödstein auf­blickt.
Grabsteine auf dem Bergsteigerfriedhof in Johnsbach
Wer an den Grabmalen steht, dem wird bewusst, dass die land­schaft­li­chen Reize des Gesäuses genau so besonders sind wie die Gefahren, denen man sich beim Bergsteigen und Klettern in den Bergen gegenüber sehen kann.
Die Enns beim Gesäuse-Eingang
Die Enns im Gesäuse in der Nähe des Bahnhofs Johnsbach
Die Enns bildet das sensible Rückgrat des Nationalparks Gesäuse. Sie ent­springt im Bundesland Salzburg (in den Radstätter Tauern) und erstreckt sich über eine Länge von 254,15 km. Zwischen Gesäuseeingang und dem Wehr in Gstatterboden (Anteil des Nationalparks) zeichnet sich die Enns durch einen hohen Grad an Natürlichkeit, eine abwechslungsreiche Struktur im Gewässer­bett und eine besonders starke Dynamik aus.
Das Johnsbachtal an einem Wintermorgen
Im Winter steht den Gästen des Johnbachtals zwar ein kleiner Skilift zur Ver­fügung - es ist kaum der Rede wert -, aber die verlockenderen Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen, bieten zweifelsohne der Skilanglauf, das Skitou­ren­gehen und das Schneeschuhwandern, und das in einer Landschaft, die ursprünglicher nicht sein könnte.
Im Johnsbachtal, nach einem kräftigen Schneefall
 

Rafting & Canyoning

Es waren die beiden oben genann­ten Sportarten, die mich ins Johns­bachtal brachten. Rafting, das ist Wild­was­ser­fahren mit Schlauch­booten, Canyoning hingegen, auch Schluchtln genannt, ist das Bege­hen von Schluchten (von oben nach unten, was mit klettern und Abseilen verbunden ist).
Schlauchboot am Gesäuseeingang
Ich hatte nur aus Neugierde einen kleinen Abstecher vom Ennstal hi­nauf nach Johnsbach gemacht, wo ich im Gasthof Ödsteinblick [] zu­fälli­ger­weise Dieter (Didi) Ro­sen­ber­ger traf, der eine Sport­agen­tur lei­tet. Er plante gerade einen neuen Wer­beprospekt.
Meine ersten Canyoning-Versuche
Lange Rede, kurzer Sinn: Didi bot mir an, kostenlos an seinem Aben­teu­er­pro­gramm teilzunehmen im Austausch für die Fotos zu seinem neuen Pro­spekt.

Gleich am nächsten Tag erwartete mich also das faszinierende Er­leb­nis einer mittel­schweren Schlucht mit 7 Abseilstellen, die letzte da­von über 20 Meter im Wasser­fall!

Canyoning
Faszination Wildwasser
von Georg Fernsebner
und Wolfgang Huber

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Wildwasser
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Steiermark. Eine Reise
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Nationalpark Gesäuse
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Offizielle Wander-, Bike- und Skitourenkarte.

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Österreich für Deutsche
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