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Hubert von Goisern

Hubert von Goisern (geb. 1952 in Bad Goisern, Oberösterreich), eigentlich Hubert Achleitner, ist ein international agierender österreichischer Lieder­ma­cher. Seine Mischung aus Rockmusik und Elementen traditioneller Volksmusik macht ihn zu einem wichtigen Vertreter des "Alpenrock". Sein Künstlername "von Goisern" leitet sich von seinem Heimatort ab.
Bereits im Alter von fünf Jahren wollte Hubert unbedingt Dirigent werden, seine erste musikalische Ausbildung erhielt er in der Blaskapelle seines Heimatortes, als erstes Instrument lernte er die Trompete zu spielen. Schon bald gefiel ihm aber das Repertoire der dörflichen Kapelle nicht mehr. Zudem missfielen dem Kapellmeister seine langen Haare. So entschloss er sich, die Blaskapelle zu verlassen. Nun lernte er zunächst akustische Gitarre, um sich dann der E-Gitarre. Unterricht nahm er für Gitarre, Trompete und Klarinette. Weitere Instrumente, wie etwa das Akkordeon, auf das ihn sein Großvater aufmerksam gemacht hatte, erlernte er im Selbststudium.
Hubert von Goisern - Iawaramoi (Steirer)
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Bald wurde es ihm in Österreich zu eng und er zog zunächst nach Südafrika, wo er als Chemielaborant einen Job fand. In Südafrika engagierte er sich gegen die Apartheid, kehrte aber, nicht zuletzt wegen der Rassentrennung, nach etwas mehr als drei Jahren wieder nach Österreich zurück, wo er seine aus Kanada stammende Frau heiratete und ihren Familiennamen Sullivan annahm.
Mit 27 entschied er sich, nur noch als Musiker zu arbeiten. Auf seinen wei­te­ren zahlreichen Reisen, die ihn für längere Zeit nach Kanada und auf die Philip­pinen führten, lernte er die Flamenco-Gitarre und die Nasenflöte der philip­pi­ni­schen Kopfjäger spielen und viele landestypische Musikstile kennen. Durch den Austausch der jeweiligen Volksmusiken mit seinen traditionellen öster­rei­chi­schen Volksliedern fand er peu a peu einen eigenen musikalischen Stil, der offen war für Einflüsse aus anderen, fremden Stilen und Richtungen.
1984 wieder in Österreich angekommen, arbeitete er als freier Musiker und Komponist und studierte an der Wiener Musikhochschule Elektroakustik und experimentelle Musik. 1986 traf Hubert den Musiker Wolfgang Staribacher, mit dem er die Band "Original Alpinkatzen" gründete. Während Staribacher sich Wolfgang von Wien nannte, nahm Hubert den Künstlernamen Hubert von Goi­sern an. Zuerst spielten sie hauptsächlich in Lokalen und Clubs. Ihre erste Veröffentlichung war das Album "Alpine Lawine" im Jahr 1988.
Bobby Mcferrin & Hubert von Goisern Live gwesela
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Hubert von Goisern entwickelte mit den Alpinkatzen einen völlig neuen Musik­stil, der aus einer Mischung von traditioneller Volksmusik und Rockmusik be­stand und als Alpenrock bekannt wurde. Der wirkliche Durchbruch gelang der Gruppe 1992 mit dem Album "Aufgeigen stått niederschiassen", auf dem die Songs "Heast as nit" (Mundartausdruck für "Hörst du es nicht"), "Weit, weit weg" und "Hiatamadl" (Hirtenmädchen) zu hören waren. Letzteres wurde von vielen Radiostationen gespielt und schaffte es in kurzer Zeit, ein Chart-Erfolg zu werden. Die Alpinkatzen gingen in der Folgezeit auf Tour durch den ge­sam­ten deutschsprachigen Raum und wurden zu einer sehr erfolgreichen For­ma­tionen.
Nach einem kurzen Intermezzo in der Filmmusik ("Schlafes Bruder") löste von Goisern die Alpinkatzen auf, um sich weiter vom Alpenrocker zum Welt­mu­si­ker zu entwickeln. Auslöser war ein Besuch der berühmten Schimpansen­for­sche­rin Jane Godall. Begeistert von ihren Erzählungen begab sich von Goisern nach Afrika und nach Tibet, um neue musikalische Einflüsse auf sich wirken zu lassen. Das Ergebnis sind die beiden Albums "Gombe" und "Inexil".

Nach der Auflösung der Alpinkatzen begann Hubert von Goisern 1999 mit ei­ner neuen Band ein Album mit österreichischen Volksliedern aufzunehmen. Am 6. November 2000 kam mit "Fön" nach sechs Jahren wieder ein Hubert-von-Goisern-Album in den Handel. Im Mai 2001 wurde Hubert von Goisern als bester "Künstler Pop/Rock national“ erstmals mit dem Amadeus Austrian Mu­sic Award ausgezeichnet.

Nach seiner Fön-Tour gab Goisern eine Reihe von Konzerten in Ägypten und Westafrika. In Assiut (Ägypten) musizierte er zusammen mit dem sehr popu­lären ägyptischen Musiker Mohamed Mounir, der traditionelle Sufi-Musik mit Pop- und Rock-Elementen verbindet. Während seiner Westafrika-Reise wurde seine Band von einem Filmteam begleitet. Über das Zusammentreffen der österreichischen und afrikanischen Musiker entstand der Dokumentar-Musik­film "Grenzenlos". Später ging er mit Mohamed Mounir auf eine Tournee durch den gesamten deutschsprachigen Raum. Jedes Konzert endete mit Mounirs Madad, einem Lied für den Frieden. Nach seinen zahlreichen Tourneen wid­me­te sich Hubert von Goisern vielen anderen Projekten, zum Beispiel einer Klanginstallation in der Dachstein-Mammuthöhle.
Nachdem 2006 die FPÖ bei einer Parteiveranstaltung ein populäres Lied von Goiserns verwendet hatte, veröffentlichte er einen offenen Brief an deren Parteiobmann Heinz-Christian Strache, in dem er ihn aufforderte, in Zukunft keine Lieder mehr von ihm zu verwenden. Unter anderem stand in dem Brief: "Ich stehe für eine offene, tolerante Gesellschaft, für den Abbau der Ängste vor dem Fremden und Neuen, und nicht das Schüren derselben".
2007 startete Hubert von Goisern die Linz Europa Tour, eine Tournee durch viele Länder Europas. Mit einem kleinen zur Bühne umgebautes Frachtschiff bereiste er, beginnend mit der Donau, mehrere Flüsse des Kontinents. Dabei wurden in zahlreichen Städten gemeinsame Konzerte mit lokalen Musikern gegeben. 2008 wurde von dieser Tour die Dokumentation "Goisern goes East" als DVD veröffentlicht.
Musikalisch stellt Hubert von Goiserns Musik eine Mischung aus moderner Rockmusik und alpiner Volksmusik dar. Klanglich ist das Akkordeon dabei ein wesentliches Element. Basierend darauf verbindet er seinen Stil auch mit Musikarten wie Reggae, Soul, Jazz und afrikanischer Volksmusik. Weitere Einflüsse kommen von der brasilianischen Samba und vom altamerikanischen Funk.

Für diese Zusammenstellung wurden Auszüge aus Wikipedia verwendet
(Lizenz "Creative Commons Attribution/Share Alike")
 

Hubert Achleitner

Foto von Eckhard Henkel
(Creative Commons-Lizenz)

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