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Hugo Portisch

In Österreich gibt es kaum Radiohörer oder Fernsehzuschauer, die nicht den Journalisten Hugo Portisch kennen.
Hugo Portisch (geb. 19. Februar 1927) ist ein österreichischer Journalist. Weil er es ver­stand, komplexe politische und wirtschaftliche Zusam­men­hän­ge einer breiten Öffentlichkeit ver­ständlich zu machen, wurde er in der Nach­kriegs­zeit zu einem der be­kann­testen und be­deu­tend­sten Journalisten Ös­ter­reichs. Wie kein Zweiter versteht es Portisch, Wissen mit einfachen Worten und großer Kompetenzr zu ver­mit­teln. Mehrere Generationen waren dank Hugo Portisch in der Lage, einen Einblick in die Zeitgeschichte zu be­kommen.
Hugo Portisch in Grafenegg
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Der am 19. Februar 1927 in Pressburg (heute Bratislava, damals Tsche­ko­slo­wakei) geborene Sohn österreichischer Eltern studierte nach seinem Abitur 1945 an der Universität Wien Geschichte, Germanistik, Anglistik und Pu­bli­zis­tik. 1951 schloss er das Studium mit der Dissertation "Das Zeitungs­we­sen und die öf­fent­liche Meinung in den Vereinigten Staaten von Nordamerika vor und wäh­rend des Bürgerkrieges 1861-1865" als Dr. phil. ab. Im ALter von 31 Jahren war er bereits Chefredakteur einer Wiener Zeitung (dem Kurier) und nicht allzu viel Jahre Chefkommentator des ORF.
1953 wurde Portisch stellvertretender Leiter des österreichischen Infor­ma­tions­diensts in New York. In dieser historisch bedeutsamen Zeit begleitete er u.a. Bundeskanzler Julius Raab als Pressesprecher bei Staatsbesuchen in den USA.
1954 kam er unter Hans Dichand zum Kurier und wurde am 1. Oktober 1958 sein Nachfolger als Chefredakteur. Nach dem Rundfunkvolksbegehren (das sich im Jahr 1964 das das Ziel gesetzt hatte, den Öster­rei­chischen Rundfunk von den Parteien unabhängig zu machen), kam er 1967 zum ORF und wurde dort zunächst Chefkommentator, später Aus­lands­korrespondent in London.
Hugo Portisch über die EU
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Im Laufe der 1970er Jahre gründeten Portisch und der Journalist Sepp Riff eine Produktionsfirma und gestalteten für den ORF mehrere zeitgeschichtliche Dokumentationen wie Österreich I und Österreich II. Für die historische Do­ku­mentarfilmreihe über die Geschichte Österreichs nach 1945 Österreich II er­hielten die beiden Journalisten im Jahr 1983 eine Goldene Kamera.
Hugo Portisch über die Rating-Agenturen
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1991 wurde Portisch sogar als Nachfolger des scheidenden Bundes­prä­si­den­ten Kurt Waldheim vorgeschlagen. Die beiden politischen Gegner, die Parteien SPÖ und ÖVP, wären sogar bereit gewesen, ihn gemeinsam bei der Kan­di­datur zu un­ter­stützen.
Für seine Arbeit wurde Hugo Portisch mit dem Karl-Renner-Preis, dem Ös­ter­reichischen Staatspreis, der Goldenen Kamera und dem Fernsehpreis "Romy" ausgezeichnet. 2010 war Portisch einer der vier Preisträger der renommierten Concordia-Preise. Nach der Veröffentlichug seines jüng­sten Buches "Was jetzt?" schrieb der Kurier: "Der Erklärer der Nation hat nichts von seiner Frische eingebüßt.". Das Buch, ein leidenschaftliches Plädoyer für die EU, stand wochenlang in den österreichischen Bestsellerlisten. Unter sei­nen zahlreichen Büchern (wie die Serie "So sah ich …", Sibirien ..., China ...) findet man auch Unpolitisches. So verfasste er 1989 zusammen mit seiner Frau das Buch "Pilzesuchen - ein Vergnügen".
Bundespräsident Heinz Fischer übermittelte Hugo Portisch ein Glück­wunsch­schrei­ben zum 85. Geburtstag, in dem er ihm für seine unermüdlichen Einsatz für Anständigkeit und Fairness dankt: "Ihre Buchpublikationen und die daraus resultierenden Fernsehserien haben einen wesentlichen An­teil an der geistigen und gesellschaftlichen Diskussion in Öster­reich und tragen dazu bei, den Österreichern die Geschichte der Ersten und Zweiten Republik verständlich zu machen.".
"Ich wollte nicht Journalist werden, ich wollte einen Beruf aus­üben, der es mir erlaubt, in die Welt hinauszugehen, fremde Län­der zu sehen, andere Kulturen zu erleben." So steht am Anfang seiner am 16. Oktober 2015 erschienen Autobiografie.
 

Hugo Portisch

Er war der Lieblingsfernsehjournalist meiner vor Jahrzehnten ver­stor­be­nen Tante Marta. Er ist somit quasi zum Bestandteil meiner Familien­ge­schich­te geworden. Und er lebt im­mer noch, und seine Erläu­te­run­gen und po­li­ti­schen Urteile sind immer noch klar, verständlich und sehr überzeugend.

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