Ich bin in Wien geboren, ich bin in Wien aufgewachsen, ich bin in Wien zur Schule gegangen, ich habe in Wien Matura gemacht, ich habe in Wien studiert, ich habe in Wien mein Berufsleben begonnen, ich habe in Wien zum ersten Mal Theater gespielt, ich habe in Wien zum ersten Mal gedreht, es gibt noch ein paar Wiener Details. Wie österreichisch wollen Sie es denn noch haben?"
Christoph Waltz, zitiert nach wien.orf.at
Christoph Waltz (1956) ist der Sohn des deutschen Bühnen- und Kostümbildner Johannes Waltz und der Österreicherin Elisabeth Urbancic. Die Leidenschaft fürs Schauspielen lag wohl bereits in der Familie: Maria Mayen, seine Großmutter mütterlicherseits, war Burgtheater-Schauspielerin und sein Stiefgroßvater Emmerich Reimers war ebenso Schauspieler.
Christoph Waltz in KinoKino
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Waltz studierte Schauspiel am Max-Reinhardt-Seminar und am Lee Strasberg Theatre Institute in New York. 1977 stand er erstmals in Wien auf der Bühne. Er spielte im Schauspielhaus Zürich, in Köln, Frankfurt am Main, Hamburg, Salzburg und am Wiener Burgtheater. Seit Ende der 1970er Jahre konnte man ihn in den bekanntesten deutschsprachigen Krimiserien sehen, wie in Derrick, Der Alte, Schimanski, Kommissar Rex, Polizeiruf 110 und vielen anderen.
Der Fall Gehring - Trailer
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Das einprägsame, kantige Gesicht von Christoph Waltz ist schon seit langem dem deutschsprachigen Publikum durch zahlreiche Kino- und TV-Filmen bekannt, beispielsweise durch Waltz' Rolle als Hauptkommissar Becker im Thriller "Sieben Monde" (1998). Waltz spielte nicht selten ambivalente, problematische, von Selbstzweifeln geplagte Charaktere mit einem Hang zur Melancholie. So hatte seine Rolle als frustrierter Schriftsteller, der in Ernest Hemingway sein großes Vorbild sah, im Film "Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" (1998) einen beachtlichen Erfolg. Für seine Darstellung im Film Der Tanz mit dem Teufel (2000) wurde er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Dieser Film basiert auf einer wahren Gegebenheit: der Entführung von Richard Oetker. Der Film wurde zu einem der erfolgreichsten deutschen Produktionen des Jahres.
Das Merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer
Grossstädter zur Paarungszeit - Trailer
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Sein komödiantisches Talent zeigte Waltz auch in der schwarzen Komödie Dienstreise – Was für eine Nacht, für die er zusammen mit dem Regisseur Stephan Wagner und dem Schauspieler Armin Rohde 2004 wieder einen Grimme-Preis bekam.
Zu internationalem Ruhm kam Waltz aber erst 2009 durch seine Rolle im Film Inglourious Basterds von Quentin Tarantino, in dem er den SS-StandartenführerHans Landa spielte. 2009 wurde er dafür bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes als "Bester Darsteller" ausgezeichnet. Im Jahr darauf bekam er dann – als "Bester Nebendarsteller" – den Golden Globe und den Oscar.
Nach dem Erfolg von Inglourious Basterds wurde der Schauspieler für weitere US-Produktionen verpflichtet. So spielte er in der Action-Komödie The Green Hornet (2011) und im Film Wasser für die Elefanten (ebenfalls 2011), der auf dem gleichnamigen Bestseller von Sara Gruen basiert.
Ausschnitt aus "Wasser für die Elefanten"
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Im August 2010 wurde bekannt, dass Waltz gar kein Österreicher war sondern, aufgrund seines deutschen Vaters, die deutsche Staatsbürgerschaft besaß. Den Journalisten, die ihn darauf ansprachen sagte Waltz aber immer, dass er sich als Österreicher fühle. Am 24. August 2010 wurde ihm daraufhin die österreichischen Staatsbürgerschaft von der österreichischen Bundesregierung verleiht. Im Herbst 2010 fand die Verleihungszeremonie durch die Stadt Wien statt.