Land der Berge, Land
am Strome ist die Nationalhymne (Bundeshymne) der Republik
Österreich.
In der Geschichte Österreichs
war seit 1797 die Haydn-Hymne, nach welcher heute
die deutsche Nationalhymne gesungen wird, in verschiedensten
Fassungen die Hymne Österreichs.
In der Ersten Republik wurde
1920 bis 1929 die Renner-Kienzl-Hymne ("Deutschösterreich,
du herrliches Land") als inoffizielle Nationalhymne
gebräuchlich. Danach bis 1938 war es die Kernstock-Hymne
("Sei gesegnet ohne Ende"). Ab 1936 wurde zusammen
mit dieser oft das Lied der Jugend gesungen.
Nach dem Anschluss an das Deutsche Reich wurden auch in Österreich
das Deutschlandlied zusammen mit dem Horst-Wessel-Lied gesungen.
Im April 1946 wurde ein
Preisausschreiben ausgeschrieben, in dem gegen ein Preisgeld
eine neue Hymne gesucht wurde. Bei den Melodien erreichte das
Freimaurerlied Brüder reicht die Hand zum Bunde,
damals Mozart zugeschrieben, die höchste
Punktzahl. Die Melodie wurde vom Ministerrat daraufhin zur Hymne
erhoben.
Die Jury entschied sich
für den von Paula Preradovic vorgeschlagenen Text
Land der Berge, Land am Strome und am 25. Februar 1947
erfolgte ein Ministerratsbeschluss, der den Preradovic-Text
in leicht veränderter Form als neue "Volkshymne"
(die Bezeichnung "Bundeshymne" kam erst später
auf) proklamierte.
Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat bist du großer Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
vielgerühmtes Österreich.
Heiß umfehdet, wild umstritten
liegst dem Erdteil du inmitten,
einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
hoher Sendung Last getragen,
vielgeprüftes Österreich.
Mutig in die neuen Zeiten,
frei und gläubig sieh uns schreiten,
arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig laß in Brüderchören,
Vaterland, dir Treue schwören,
vielgeliebtes Österreich.
Österreichische Bundeshymne
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Die Melodie, ursprünglich als "Kettenlie"
oder "Bundeslied" der Freimaurerkantate bekannt, wurde am 22. Oktober 1946 durch Beschluss des Ministerrats
zur Hymne, der von Paula von Preradovic stammende Text am
25. Februar 1947 zum Hymnentext.
Neunzehn Tage vor
seinem Tod, am 5. Dezember 1791, schrieb Wolfgang Amadeus Mozart sein letztes vollständiges Werk, die Freimaurerkantate (KV 623). Einem Teil der gedruckten Ausgabe war das später
sehr bekannte "Kettenlied" KV 623a mit dem Text "Brüder
reicht die Hand zum Bunde" beigebunden.
Nach neueren Erkenntnissen führender Musikwissenschaftler
stammt dieses Stück aber nicht von Mozart, sondern von
einem seiner Logenbrüder, Johann Holzer.
Änderung des Textes der Nationalhymne: SPÖ, ÖVP und Grüne haben sich am 13. Juli 2011 darauf geeinigt, die Textpassage "Heimat bist du großer Söhne" um die "Töchter" zu erweitern. Die Gesetzesänderung soll im Herbst beschlossen werden und am 1. Jänner 2012 in Kraft treten.
Eine für alle Österreicher auch sehr stark Identifikation stiftende Komposition ist der von Johann Strauss Vater komponierte Radetzky-Marsch. Mit dem Radetzky-Marsch wird traditionell das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker beendet. Das Publikum klatscht dabei traditionell im Takt (nach Angaben des Dirigenten) mit.
Radetzky-Marsch
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