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Gustav Klimt (1862-1918)



2012 jährt sich zum 150. Mal der Geburtstag von Gustav Klimt. Zahlreiche Museen, Tourismus und Medien haben das große Kunst-Jubiläum gefeiert, in 10 Wiener Museen sind große Ausstellungen [] zu dem berühmten Sohn der Stadt zu sehen. Im oberösterreichischen Kammer am Attersee informiert das neue Gustav- Klimt- Informationszentrum über das Verhältnis des Künstlers zu seinem liebsten Sommerfrischort.
Gustav Klimt gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des Wiener Ju­gend­stils, als Wegbereiter der Moderne und als einer der größten ero­ti­schen Maler und Zeichner seiner Zeit.
Gustav Klimt kam am 14. Juli 1862 im Wiener Vorort Baumgarten auf die Welt. Dank eines Stipendiums konnte er bereits als 14-Jähriger auf die Kunst­ge­wer­be­schule in Wien gehen, wo 1877 auch sein Bruder Ernst eintrat.
In den Jahren 1880 bis 1883 erhielten die Brüder Klimt zusammen mit Franz Matsch die ersten Aufträge für Decken- und Theaterdekorationen in Wien, Karlsbad und Reichenberg. Während der Arbeiten am Wiener Burg­theater setzte sich Gustav Klimt mit der Monumentalmalerei auseinander.
1888 verlieh Kaiser Franz-Joseph I. den Brüdern Klimt und Franz Matsch das Goldene Verdienstkreuz für Kunst.
Bild vergrössern 1891 wurde Klimt Mitglied der Genos­sen­schaft bildender Künstler Wiens. Im selben Jahr wurde Emilie Flöge seine Lebens­ge­fährtin. Es handelte sich aber nur um eine platonischen Beziehung. Verheiratet war Gus­tav Klimt nie, seine zahlreichen – angeblich siebzehn – un­ehelichen Kinder bezeugen aber von Bezieh­un­gen zwischen dem Maler und seinen Modellen. Gerüchten zufolge hatte er sogar eine Be­zieh­ung mit der berühmt-be­rüch­tigten "Salonière" Alma Mahler-Werfel.
1892 starb Gustav Klimts Bruder und Klimt beendete auch die Arbeits­ge­mein­schaft mit Franz Matsch.
1897 gründete Klimt zusammen mit anderen Künstlern die Wiener Seces­sion, bzw. die Vereinigung bildender Künstler Österreichs. "Secession" steht für "Abspaltung" von der akademischen Tradition des Wie­ner Küns­tler­hauses, weil die Künstler den Kon­ser­va­tismus, der dort vor­herr­schte und dessen rückwärtsgewandten, am Historismus orien­tier­ten Kunst­be­griff ablehnten. Die Künstler for­der­ten die Freiheit für Kunst und Künstler von der staatlicher Ein­mi­schung. In der Wiener Seces­sion gab Klimt als Präsident immer den Ton an. Mei­nungs­un­ter­schie­de zwischen Naturalisten und Stilisten in­nerhalb der "Secession" führen aber zur Spal­tung. 1905 traten Klimt und einige anderen Künstler aus Protest gegen den zu na­turalistischen Stil aus der Wiener Sezession aus.
Von 1898 bis 1900 arbeitete Klimt intensiv in der "Secession". In dieser Zeit ent­wickelte er seinen flächig-ornamentalen Stil, der an Mosaiken erinnert. Auf der Pariser Weltausstellung 1900 erhielt sein Bild die "Philosophie" die Gold­medaille.
Bild vergrössernNackte und offen erotische Darstellungen weib­licher Körper sind ein wie­der­keh­ren­des Motiv vieler seiner Gemälde. Er war seiner Zeit vo­raus. 1901 lehnte das Pro­fes­so­ren­kollegium der Wiener Universität die Fakul­täts­bilder ab: "Obszöne Kunst" und "gemalte Por­nographie" lauteten die kritischen Urteile. Obwohl Klimt noch zu seinen Lebzeiten große Anerkennung als Künstler bekam, wurde er dennoch nicht selten angegriffen und für "verrückt" gehalten.
Das Bild "Fritza Riedler" (1906) war das erste Porträt seiner "gol­denen Pe­rio­de", die ihren Höhepunkt im Bild "Der Kuss" fand. Die zahlreichen erotischen Frauendarstellungen dieser Zeit zeigen den star­ken Ein­fluss des weiblichen Geschlechts auf seine Kunst.
Auf der Internationalen Kunstausstellung in Rom im Jahr 1911 erhielt Klimt den ersten Preis für sein Gemälde "Tod und Leben".
1917 wurde Klimt zum Ehrenmitglied der Akademien der Bildenden Künste in Wien und München ernannt.
Gustav Klimt starb am 6. Feber 1918 im Allgemeinen Kran­ken­haus in Wien an den Folgen eines Schlaganfalls.
Bild vergrössernKlimt revolutionierte die Malerei. In seinen Wer­ken (besonders in jenen seiner "Goldenen Pe­riode") verschmelzen die Figuren und die deko­rativem Orna­men­te zu sinnlichen Kompositio­nen und bildeneine fast unauf­lös­li­che Einheit. In seinen prunk­vol­len Gemälden vereinen sich Ju­gendstil- und Sym­bo­lismus-Elemente, nicht selten auch sur­rea­lis­ti­sche Elemente. Klimt ist einer der be­deu­tend­sten Vertreter des Ju­gend­stils. Klimts Gemälde sind von starker Flä­chig­keit cha­rak­te­risiert. Seine Frauen­bil­der sind ge­kenn­zeich­net von einer dekadent, bis morbiden Erotik. Sein berühmtestes Ge­mälde "Der Kuss" gilt als "Allegorie der Liebe" par excellence.
Klimt revolutionierte die Malerei. Der zu Lebzeiten sehr umstrittene Maler gilt heute als Hauptmeister des Wiener Jugendstils und Vorläufer des Fan­tas­tischen Realismus. Seine mit Goldornamenten verzierten Bilder zählen heute zu den teuersten der Welt.
Klimt beeinflusste mit seinem Stil zahlreiche Künstler, unter anderen Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Friedrich Hundertwasser, sowie Ernst Fuchs [] und die Wiener Schule des Phantastischen Reali­smus. Neben Figuren und Porträts schuf Klimt Landschaftsbilder, in denen er symbolistische und im­pressionistische Prin­zi­pien zusammentrug.
Klimt
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2006 drehte die kanadische Filmemacherin Jane Chablani den Doku­men­tar­film Stealing Klimt (Die Affäre Klimt), in dem sie sich mit dem Rechts­streit um fünf Gustav-Klimt-Bilder zwischen der Erbin Maria Altmann und der Republik Österreich auseinandersetzt.
Im selben Jahr inszenierte der chilenische Regisseur Raúl Ruiz den Kino­film "Klimt", ein inszeniertes Filmporträt von Gustav Klimt und seiner Zeit.
 

Gustav Klimt


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