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Die Österreichische Nationalflagge


Das Reich der Österreichischen Habs­burger baute seine Flaggen auf de­ren He­raldik auf. So wurde 1686 offiziell die goldene Flagge mit dem zwei­köpf­igen Ad­ler der Habs­burger als Flagge für das Reich der Österreichischen Habsburger ein­ge­führt. Zunächst wurde sie bis 1918 als Staats­flag­ge verwendet, durfte aber zwischen 1749 und 1804 auch von Privatpersonen im Sinne einer Han­dels­flagge verwendet werden. Diese Flag­ge war aber nur schwer herzustellen, und so tauchten bereits um das Jahr 1730 zwei­strei­fige Flaggen in den Far­ben Schwarz und Gold auf. Auf die­se Weise wur­de das Wap­pen­bild von schwar­zen Adler auf goldem Grund he­ral­disch ver­kürzt: Schwarz über Gold. Die­se Flagge durf­te dann ab 1804, der Grün­dung des Kaiser­reichs Ös­ter­reich als National- und Han­dels­flag­ge ver­wen­det werden.
Am Beginn der Geschichte der österreichischen Flagge steht eine Legende: Laut dieser verlor der Herzog Leopold V. von Öster­reich, ein Babenberger aus Bamberg, seine Standarte 1191 in einer Schlacht während des 3. Kreuz­zuges. Um sich dennoch erkennbar zu machen, schwenkte er seinen weißen, mit Blut getränkten Umhang. Darauf sammelten sich seine Truppen unter den rot- weiß-roten Farben. An den Fuß der Alpen zurückgekehrt - im heutigen Ober­ös­terreich - autorisierte der Kaiser um 1200 die österreichischen Farben bei der Verteidigung der Reichsgrenzen gegen Slawen und Ungarn. Und seit da­mals sollen die Baben­berger jenes Rot-weiß-rot in ihrem Wappen getragen haben.

Die Ma­rine- und Kriegsflagge zeigte bereits seit 1786 drei waa­ge­rech­te Streifen in Rot, Weiß und Rot mit dem Wappen der Babenberger. Die Farben rot-weiß-rot gehören zu den ältesten noch in Gebrauch befind­li­chen Natio­nal­farben. Höchstwahrscheinlich gehen sie auf den letzten Babenberger, Friedrich den Streit­baren, Her­zog von Österreich und Steiermark (1219–1246), zurück, der als Zeichen einer stär­ke­ren Unabhängigkeit des Herzogtums vom Reich um 1230 einen neuen Wappen­schild annahm. Die älteste bekannte Abbil­dung des österreichischen Bin­denschildes findet sich auf einem Rei­ter­sie­gel Frie­drichs, der in der für Öster­reich siegreichen Schlacht an der Leitha ge­gen Bela IV. von Ungarn fiel. Das Siegel gehört zu einer Ur­kunde für das Stift Lilienfeld datiert mit 30. November 1230. 1232, zwei Jahre später, werden erstmals die Farben rot-weiß-rot erwähnt: In seinem "Fürstenbuch" beschreibt Jans Enikel die Schwert­leite (Ritterschlag) Herzog Fried­richs durch den Bischof Gebhard von Passau, zu der Friedrich 200 junge Edelleute in rot-weiß-rote Gewänder gekleidet hatte.

Die Nationalflagge Österreichs besteht aus drei gleich breiten Streifen in den Farben Rot-Weiß-Rot. Sie geht direkt auf den öster­rei­chischen Binden­schild zurück. Die Dienst­flagge des Bundes zeigt das Bundes­wap­pen, welches gleichmäßig in die beiden roten Streifen hineinreicht. Der exakte Farb­ton für das Rot wird im österreichischen Flag­gen­ge­setz, dem Wappenrecht der Repu­blik Ös­ter­reich, nicht geregelt, allerdings verfügt das Bundes­mi­nis­te­rium für Lan­des­verteidigung: Das Rot in den österreichischen Staatsfarben hat die Cha­rak­teristik Pantone 032 C aufzuweisen. In dieser Form ist die Flagge seit 1918 in Ge­brauch, vorher wurde die Farbkombination rot-weiß-rot für Kriegs- und Marineflaggen verwendet. Die offizielle Flagge für den ös­ter­reichischen Teil von Ös­terreich-Ungarn war schwarz-gelb.
Ein bestimmtes FORMAT hat der Gesetzgeber für die Nationalflagge nicht vorgesehen. Doch hat sich ein Idealformat von 2:3 etabliert. Wenn nämlich das Verhältnis der Höhe der Nationalflagge zu ihrer Länge zwei zu drei ist, entspricht dies fast genau dem ästhetischen Prinzip des Goldenen Schnitts. Damit gleicht das Format der Nationalflagge Österreichs je­nem der meisten ausländischen Flaggen, was sich besonders dann vorteilhaft auswirkt, wenn sie zusammen mit einer oder mehreren Flaggen der Heimatstaaten inter­na­tio­naler Gäste gehisst wird. Schließlich ist zu be­rück­sichtigen, dass sich Flaggen im Format 2:3 im Wind leicht entfalten und am besten tragen lassen.
Längst haben es die Österreicher ge­schafft, sich als Österreicher zu fühlen, also ein österreichisches "Wir-Gefühl" zu entwickeln. Und was Italienern seit eh und je und den deutschen Nachbarn spätestens seit der WM 2006 selbst­verständlich ist, nämlich "Flagge-Zeigen", erlebt auch in Österreich eine Re­naissance.
Österreich-Flaggen im Sportbereich sind nicht gerade selten. Schladming, Kitz­bühel, Bischofshofen: Die "Hotspots" des Wintersports tragen Rot-Weiß-Rot. Auch am Nationalfeiertag [] ist es üblich, am Fahnen­mast vor dem Haus die Nationalflagge zu hissen, oder sie einfach nur aus dem Fenster oder am Bal­kongeländer hängen zu lassen. Diese Entwicklung ist vielleicht auch darauf zurückzuführen, dass man Fahnen längst ganz bequem im Internet kaufen kann. Sogar ein Onlineshop für Fahnenmasten ist eine Selbstver­ständ­lichkeit.
Die Bundesdienstflagge mit dem Doppeladler wird von Bundes­be­hör­den, -körperschaften und -or­ganen verwendet (wie z.B. dem Nationalrat, dem Bundespräsidenten, dem Bundesheer etc.), sie ist entgegen einer ver­brei­te­ten Annahme nicht die Na­tionalflagge. Die Regelungen bezüglich der Dienstflagge des Bundes finden sich im Wappengesetz unter § 3.
 
Wappen
Das Haus Habsburg teilte sich im Jahre 1556 in eine spanische und in eine österreichische Linie.
Die österreichische Linie ver­wen­dete über Jahrhunderte den schwarzen doppelköpfigen Habsburger Adler mit dem rot-weiß-roten Binden­schild der Babenberger als Brust­schild.
Das Österreichische Bundeswappen wurde im Jahr 1920 eingeführt, 1934 wieder abgeschafft und 1945 leicht modifiziert wieder eingeführt [].

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