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Advent



Der Name "Advent" stammt aus dem lateinischen "Adventus" (Ankunft), und bezieht sich an die "Ankunft des Herrn" (Adventus Domini). Mit Ad­vents­zeit ist die Jahreszeit gemeint, in der die Christen sich auf das Fest der Geburt Jesu Christi, Weihnachten, vorbereiten. Der erste Ad­vent­sonn­tag fällt zwischen dem 27. November und 3. Dezember eines Jahres und en­det am Heiligen Abend. Advent gilt auch als die stillste Zeit im Jahr.

Der Adventkranz, so wird er in Österreich genannt (in Deutschland heißt er Adventskranz), ist ein meist aus Tannenzweigen geflochtener Kranz mit vier Adventskerzen. Der Kranz wird mit roten Bändern an der Decke oder auf einem kleinen Tischständer befestigt. Manchmal liegt er auch auf einem großen Teller in der Tischmitte. Vorwiegend werden rote oder weiße Kerzen und Maschen, dazu Zapfen und Misteln zur Dekoration verwendet.
Die Tradition will, dass die Kerzen im Laufe der Adventszeit nacheinander an­gezündet werden: Am ersten Adventssonntag wird die erste Kerze ange­zün­det, ab dem zweiten Advent auch die zweite und so weiter. Den Ad­vents­kranz sieht man heute in verschiedenen Versionen: ein geschmückter Kranz aus Tannen, Weidenzweigen, Moos oder aus Kunststoff, Glas oder Metall.
In ganz vereinzelten Familien hat sich noch der alte Brauch erhalten, dass auf den Adventkranz drei lila und eine rosa Kerze gesteckt werden. Die rosa Ker­ze zeigt den 3. Adventsonntag an.
Für die Christen der Frühzeit soll der Kranz mit den vier Kerzen das Symbol des Sieges über die Finsternis des Lebens gewesen sein.

Das vorweihnachtliche Backen gehört in Österreich zum Advent und zum Heiligen Fest wie der Christbaum und die Geschenke. Weihnachtskekse backen – Achtung, in Österreich niemals von "Plätzchen" sprechen – gehört bei vielen zum alljährlichen Ritual. In der vorweihnachtlichen Backstube ist kaum etwas so verlockend wie die der Duft nach typischen Weih­nachts­ge­wür­zen wie Vanille, Kardamom und Zimt und nach den frischgebackenen Keksen.
Weihnachtsgebäck
Ein Adventkalender (in Deutschland Adventskalender) gehört seit dem 19. Jahrhundert zum christlichen Brauchtum in der Zeit des Advents. Adventkalender gibt es in verschiedenen Ausprägungen, alle zeigen aber in der Regel die verbleibenden Tage bis Weihnachten an. Im Handel weit ver­brei­tet sind Kalender, die mit weihnachtlichen Motiven bedruckt sind und an denen sich kleine Türen öffnen lassen, hinter denen sich Bilder, Sprüche, Sü­ßig­keiten oder andere Überraschungen befinden. Ebenso werden selbst ge­bas­telte Kalender verwendet, denen oft ein ähnliches Prinzip zugrunde liegt. Es gibt auch Kalender für Erwachsene, in denen die Pralinen auch alko­hol­hal­tig sein können, und sogar Online-Adventkalender, bei denen man das ent­spre­chende Fenster aufklicken kann. Z.B. der Advent Austria Ad­vent­ka­len­der [] und der vom Altwiener Christkindlmarkt [].
Im Pitztaler Bergdorf Plangeroß hatten die Gemeindeväter eine originelle Idee. Sie machten mit viel Liebe zum Detail das Dorf zum erlebbaren Adventkalender. Ab dem 1. Dezember erstrahlt Planergroß im Glanz von 24 weih­nacht­lich ge­schmück­ten Fenstern. Jeden Abend ab 20:30 Uhr öff­net sich eines der Fenster. Dort überraschen die jeweiligen Gast­ge­ber­fa­milien ihre Besucher mit haus­ge­machten Spezialitäten wie selbst geräuchertem Speck, Strudel nach Fami­lien­rezept oder Bratäpfeln.

Der Advent ist eine Zeit, in der das Basteln für besinnliche Stunden zu Hau­se im Kreise der Familie sorgen kann. Ideen dazu gibt es ohne Ende. Aus Trans­pa­rentpapier oder aus lufttrocknendem Ton lassen sich wunderschöne Wind­lichter basteln, besonders schön jene in Tannenform. Man kann auch Weih­nachts­ker­zen verzieren oder Bienenwachskerzen selber rollen. Wer seine Geschenke be­son­ders schön verpacken möchte, kann ganz einfach Ge­schenk­papier selber ma­chen. Mit Kindern macht es einen großen Spaß, blanko Pa­pier­bögen mit Stem­peln zu bedrucken, beispielsweise „Woodies Stempel“. Die Klassiker der Weih­nachts­bas­teleien sind klarerweise – hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – das Basteln von Christbaumschmuck oder eines Adventskalenders.

In der Adventzeit spielen Musik und Lieder eine sehr große Rolle. Vor allem das Singen ist in dieser Jahreszeit in unterschiedlichsten Formen und ver­schie­densten Gelegenheiten eine wichtige Tradition.
Kirchenchor St. Walburgen / Adventsingen 2011
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In der Zeit vor Weihnachten findet man mittlerweile in jedem Ort kleine oder große Adventmärkte (in Österreich nennt man sie i.A. Christ­kindl­märkte). Es gibt zahlreiche Christkindlmärkte, die sich durch ihr besonderes Flair von den meisten anderen Märkten abheben.
Die beeindruckende mittelalterliche Stadt Rattenberg am Inn (Tirol) bie­tet zur Adventzeit eine einzigartige Kulisse und einen unvergleichlichen Rahmen. Seit mittlerweile zehn Jahren zählt der Rattenberger Advent zu den tra­ditionellsten Veranstaltungen im Tiroler Adventgeschehen.
Rattenberger Advent
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Der Advent in Mariazell bietet (2014) ein musikalisches Rahmen­pro­gramm mit Wiener Sängerknaben, Carinthia Chor, Edlseern und vielen wei­teren Konzert-Highlights an jedem Wochenende.
Mariazeller Advent
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Eine vollständige Liste von sehens- und erlebenswerten Adventmärkten zu­sam­menzustellen, ist nahezu unmöglich, so sehr ist dieser Brauch in Ös­ter­reich verbreitet. Auf der Webseite www.austria.info findet man eine gute Übersicht.
Sehr stimmungsvolles Ambiente findet man beispielsweise beim Agg­stei­ner Christkindlmarkt auf der Burgruine Aggstein [] in der Wachau.
Im Großarltal erwartet den Besucher nicht nur ein stimmungsvoller Ad­vent­markt rund um die lebensgroße geschnitzte Dorfkrippe in Großarl, son­dern auch Fackelwanderungen und Adventsingen [].
Als Gegenpol zur Kommerzialisierung anderer Christkindlmärkte hat sich der Altwiener Christkindlmarkt als besinnlicher, traditioneller Markt eta­bliert, mit Kunsthandwerk, weihnachtlichen Spezialitäten und einem viel­fäl­tigen Kulturprogramm.
Advent in Wien
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Es gibt eine ganze Reihe von weiteren, teils regionalen Bräuchen, die in die Adventzeit fallen, die eine Erwähnung verdienen. Viele von ihnen wurden erst in den letzten Jahren wiederbelebt.
Anklöckeln (= Anklopfen). Der Brauch, von dem es bereits aus dem 16. Jahrhundert Berichte gibt, war fast in Vergessenheit geraten. Gruppen von als Hirten verkleideten Sängern gehen an den drei Donnerstagen vor Weih­nach­ten (Anklöckelnächten) von Haus zu Haus. Sie bitten um Einlass, singen und tragen Gedichte vor. Dabei gilt ein ungeschriebenes Gesetz der Bewirtung der Klöckler durch den Hausbesitzer.
Barbarazweige, sind Zweige von Kirschbäumen, die am Gedenktag der hl. Barbara (dem Barbaratag) am 4. Dezember geschnitten und in einer Vase in der Wohnung aufgestellt werden. Wenn sie bis zum Heiligen Abend blühen, bedeutet das, dass in der Familie im kommenden Jahr eine Hochzeit oder wenn keine Jugend im Haus ist, Glück und Freude. Der Brauch geht auf eine Legende zurück, nach der die Heilige auf dem Weg in das Gefängnis mit ihrem Gewand an einem Zweig hängen blieb. Sie stellte den abgebrochenen Zweig in ein Gefäß mit Wasser, und er blühte genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde.
Nikolaus und Krampus am 5. und 6. Dezember.
Räuchern in den Rauhnächten. Als Rauhnächte werden die 12 Nächte um die Jahreswende bezeichnet. Die vier wichtigsten sind die Nacht des 21.12. (Thomasnacht), des 24.12. (Christnacht), des 31.12. (Sil­ves­ternacht) und des 5.1. (Dreikönigsnacht). In diesen Nächten wird das Haus vom Familien­ober­haupt ausgeräuchert, indem die Glut mit Weihrauch, Palmzweigen von Ostern und Kräuter der Kräuterweihe vermischt werden und man damit durchs Haus und Stall zieht, um Unheil abzuhalten.
 
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