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Senta Berger



Senta Berger (geboren 1941 in Wien) ist heute eine der beliebtesten Schau­spie­le­rin­nen des deutschen Sprachraums. Vom kleinen Mädchen aus der Wiener Vorstadt zum berühmten Holly­wood­star, so könne man ihr Leben be­schreiben. Oder alternativ: Sie ist eine der wenigen Schau­spie­le­rin­nen, die es im Laufe ihrer Karriere geschafft hat, sich vom Sexsymbol zu ei­ner geach­te­ten, intelligenten und charmanten Frau und Darstellerin zu ent­wickeln.
Mit ihrem Vater Josef Berger, der Musiker war, trat Senta bereits im Alter von vier Jahren auf. Der Vater begleitete dabei die singende Tochter am Klavier. Mit fünf Jahren bekam sie Ballettunterricht und mit 14 begann sie mit der Schauspielerei. Schon 1957 bekam sie ihre erste kleine Rolle vom Star-Re­gisseur Willi Forst. Nach einer Ausbildung an der Akademie für Dar­stellende Kunst und am Max-Reinhardt-Seminar in Wien spielte Senta Berger zunächst am Theater in der Josefstadt und bekam auch erste Filmrollen. Unter anderem spielte sie 1958 in Anatol Litvaks Film „Die Reise", dann zusammen mit Heinz Rühmann in „Der brave Soldat Schwejk“, sowie in „Das Wunder des Malachias“ von Bernhard Wicki. Der Durchbruch gelang Senta Berger 1961 in der Sim­mel­verfilmung „Es muss nicht immer Kaviar sein“ mit O. W. Fischer.
Senta Berger Sexsymbol

1962 zog Senta Berger nach Hollywood, wo sie einige Zeit ein Weltstar war und mit Filmgrößen wie Charlton Heston, Frank Sinatra, Dean Martin, Richard Harris, Kirk Douglas, John Wayne und Yul Brynner drehte. Ihren Abstecher in die USA beendete Senta Berger Ende der 60er Jahre, dieser Abstecher in den USA habe sie in Deutschland "sehr behindert", sagte später die Schau­spie­le­rin. "Die jungen deutschen Fil­memacher wollten doch mit einer wie mir nicht arbeiten." Mit Hollywood ver­band man Kommerz. Es war in den Augen der Deutschen ein Ort, an dem die wahre Kunst nicht wachsen konnte.

1963 lernte Senta Berger den deutschen Medizinstudenten Michael Ver­hoe­ven ken­nen, den Sohn des Schauspielers und Regisseurs Paul Ver­hoe­ven. 1965 gründeten sie zusammen die Sentana-Filmproduktion. Am 26. Sep­tem­ber 1966 heiratete sie in München.

Zurück aus Amerika zog es Senta Berger immer wieder nach Italien, wo sie in zahlreichen Filmen mitwirkte, von denen die meisten aber außerhalb Italiens nie bekannt wurden. Ein Film wie „Als die Frauen noch Schwänze hatten" (1970) war zugegebenermaßen vollgeladen mit Blödeleien, in Ita­lien wurde er aber ein Kassenknüller und ein Kultfilm, wenn auch nur des­halb, weil Senta Berger nur Fel­le und Bikini trug. Sie weigerte sich, den Film auf Deutsch zu synchro­ni­sie­ren. Aber sie arbeitete in Italien auch mit so be­deu­ten­den Re­gis­seu­ren wie Ma­rio Monicelli, Luigi Comencini oder Franco Gi­ral­di. Als Partner hatte sie unter anderen Jean-Pierre Cassel, Marcello Mastro­ianni und Vitto­rio Gassmann. Langsam langsam schaffte sie es, sich vom Image der "bloßen Schönheit" zu lösen.

1970 stand sie erstmals in dem von ihrer Firma produzierten und unter der Regie ihres Mannes gedrehten Film „Wer im Glashaus liebt ... (Der Graben)" vor der Kamera, ein ambitionierter, wenn auch etwas kopflastiger Film. Wei­te­re, auch international erfolgreiche Filme ihrer Produk­tions­firma waren u. a. "Die weiße Rose", „Das schreckliche Mädchen" und „Mutters Courage" nach dem gleichnamigen Theaterstück von George Tabori.
Senta Berger in "Babeck" (1968)
In den 1970er Jahren widmete sich Senta Berger auch wieder dem Theater. Von 1974 bis 1982 spielte sie bei den Salzburger Festspielen die Buhlschaft im "Jedermann" an der Seite von Curd Jürgens und Maximilian Schell, womit sie bis heute die am längsten in dieser Rolle zu sehende Darstellerin ist. Mit Klaus Maria Brandauer spielte sie Tartuffe am Burgtheater in Wien, am Thalia-The­ater in Hamburg und am Schillertheater in Berlin.
In den Jahren 1985 und 1986 gelang Senta Berger ein Comeback vor dem deutschsprachigen Publikum. Sie spielte in der Fernsehserie "Kir Royal" an der Seite von Franz Xaver Kroetz, Dieter Hildebrandt und Billie Zöckler. Danach folgen weitere erfolgreiche Serien wie "Die schnelle Gerdi" und „Lilli Lottofee", beide unter der Regie ihres Mannes. 2000 spielte sie für das österreichische Fernsehen die Liebeskomödie "Probieren Sie’s mit einem Jüngeren". 2002 landete sie beim Krimi. Sie spielt die Polizeirätin Dr. Eva-Maria Prohacek in der preisgekrönten ZDF-Reihe „Unter Verdacht". Nebenbei erfreut Senta Berger auch als Chansonsängerin und mit Leseabenden ihr Publikum.
Episode aus „Die schnelle Gerdi"

Im Juni 1971 beteiligte sich Senta Berger an der von Alice Schwarzer ini­tiier­ten Me­dien-Aktion „Wir haben abgetrieben!“, bei der sich 374 prominente und nicht prominente Frauen öffentlich bekannten, abgetrieben und damit gegen geltendes Recht verstoßen zu haben. Es galt, gegen den § 218 des Straf­ge­setz­buchs anzukämpfen. Von 2003 bis 2010 war Senta Berger an der Seite von Günter Rohrbach die erste Präsidentin der Deutschen Filmaka­de­mie. 2009 war Senta Berger Botschafterin von "Pro Wildlife"- für das von den Ver­ein­ten Na­tio­nen ausgerufene „Jahr des Gorillas 2009“ mit. Außerdem war sie für die Leu­kä­mie-Stiftung von José Carreras tätig. 2012 wurde sie von der SPD als De­le­gierte für die deutsche Bundespräsidentenwahl 2012 nominiert.

Im Frühling des Jahres 2006 veröffentlicht Senta Berger ihre Auto­bio­grafie mit dem Titel „Ich habe ja gewusst, dass ich fliegen kann". Lei­den­schaft­lich und mit viel Witz und voller Elan erzählt Berger in diesem Buch über ihr aben­teu­er­liches Leben und über die vielen Etappen ihrer einzig­artigen Karriere.
Senta Berger als Schriftstellerin

Senta Berger erhielt im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Nur um einige zu nennen: den Bambi-Fernseh- und Medienpreis, den Deutschen Darstellerpreis, den Goldenen Gong, das Österreichische Ehren­zei­chen für Wissenschaft und Kunst, die höchste Auszeichnung, die die Republik Österreich für wissenschaftliche oder künstlerische Leistungen ver­gibt. Darüber hinaus: den Karl-Valentin-Orden für besondere Verdienste um den Humor, die Goldene Romy als beliebteste Schauspielerin, den Bundes­ver­dienst­kreuz erster Klasse, den Deutschen Hörbuchpreis, den Billy-Wilder-Award, den Adolf-Grimme-Preis und den Berliner Bär.

 

Senta Berger

Als ich als Jugendlicher noch in Ita­lien lebte, war sie eine meiner Lieb­lings­schau­spielerinnen. Mit ihrer über­wäl­ti­gen­den Schönheit und ihren reichlichen weiblichen Formen passte sie sehr gut in die italienische Film­landschaft, in der das Ideal der „maggiorata“ [] vorherrschte und Stars wie Sophia Loren und Gina Lollobrigida hervorgebracht hatte.

Senta Berger
Ich habe ja gewusst, dass ich
fliegen kann: Erinnerungen

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