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Die Böhm-Dynastie



Karl Böhm
Karl Böhm (1894 - 1981) gehört zu den überragendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts und war auch einer der wichtigsten stilbildenden. 1964 wurde Böhm zum ersten "Österreichischen Generalmusikdirektor" ernannt, die Stadt Wien ehrte ihn durch den Ehrenring (1964), das Große goldene Ehrenzeichen (1970) und das Ehrenbürgerrecht (12. Juli 1978), die Wiener Symphoniker verliehen ihm ihren Ehrenring (1954) und den Bruckner-Ring (1962), und die Staatstheater Dresden machten ihn 1974 zu ihrem Ehrenmitglied; Böhm war Ehrenmitglied der Wiener und der Bayerischen Staatsoper sowie Ehrendirigent des Bayerischen Staatsorchesters; 1974 erhielt er den Renner-Preis.
Strauss "Don Juan" - Karl Bohm/ Wiener Philharmoniker
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Ein nach seinem Tod sowohl von Wien wie von Graz angebotenes Ehrengrab wurde von der Witwe abgelehnt, weil dem Wunsch des Verstorbenen, in der Grazer Familiengruft bestattet zu werden, entsprochen werden sollte. Eine „Dr.-Karl-Böhm-Stiftung" fördert junge Talente. 1982 wurde der Ex 117 (Salzburg-Graz) auf "Karl Böhm" getauft. 500-Schilling-Münze (1991).

Karlheinz Böhm
Karlheinz Böhm, einziges Kind der Sopranistin Thea Linhard und des Dirigenten Karl Böhm, ist österreichischer Staatsbürger. Er erhielt außerdem 2003 die äthiopische Ehrenstaatsbürgerschaft, fühlt sich aber als Weltbürger: Sein Vater war geborener Grazer, seine Mutter Münchnerin. Er wohnt in Grödig bei Salzburg. Seine Jugend verbrachte er in Darmstadt, Hamburg und Dresden. In Hamburg besuchte er die Volksschule und das Kepler-Gymnasium. Ein gefälschtes ärztliches Attest verhalf ihm 1939 zur Ausreise in die Schweiz, wo er ein Internat, das Lyceum Alpinum Zuoz, besuchte.
1946 zog er mit seinen Eltern nach Graz, dort machte er im selben Jahr die Matura. Er wollte ursprünglich Pianist werden. Beim Vorspielen hieß es seiner Biografie zufolge: „für den Sohn vom Böhm ist es ein bisschen dürftig“. Er studierte auf Drängen seines Vaters Anglistik und Germanistik, anschließend in Rom ein Semester Kunstgeschichte. Böhm brach hier sein Studium ab, um Schauspielunterricht bei Prof. Helmut Krauss in Wien zu nehmen.
Von 1948 bis 1976 war er als erfolgreicher Schauspieler tätig und spielte in etwa 45 Kinofilmen und auch im Theater. Er spielte neben Romy Schneider in den drei Sissi-Filmen den jungen Kaiser Franz Joseph. Dadurch wurde er als Schauspieler auf ein Genre festgelegt – dem er in der Folge zu entfliehen suchte. Seine internationale Karriere als Schauspieler wurde 1960 durch seine Darstellung eines Serienmörders in Michael Powells Augen der Angst unterbrochen, da Kritik und Publikum den Film damals wegen seines beklemmenden Inhalts ablehnten. Erst Anfang der 1980er Jahre wurde der Film neu bewertet; er gilt heute unter Cineasten als einer der besten dieses Genres.
In memory of Karlheinz Böhm
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Böhm hatte noch vorher einen Vertrag mit der Hollywood-Firma MGM abgeschlossen, doch auch diese Zusammenarbeit erwies sich für seine Filmkarriere als nicht sehr fruchtbar. Die Rollen, die man ihm dort gab, waren für ihn nicht befriedigend und die fünf Filme überwiegend keine großen Erfolge. Und so kehrte er Mitte der 1960er Jahre enttäuscht nach Europa zurück. Bemerkenswert war dagegen die Zusammenarbeit mit dem Regisseur Rainer Werner Fassbinder in den 1970er Jahren. Hier glänzte er in dem Psychothriller Martha, der sich kritisch mit der Institution Ehe auseinandersetzte. Beeinflusst von dem gesellschaftskritischen Impetus des Regisseurs begann Karlheinz Böhm, sich immer stärker für globale Probleme zu interessieren.
Nach seiner ersten Ehe (1954–1957) mit Elisabeth Zonewa, der eine Tochter entstammt, war er mit Gudula Blau verheiratet. Aus dieser Beziehung stammen die Schauspielerin Kristina Böhm und zwei weitere Kinder. Eine Tochter aus seiner dritten Ehe mit Barbara Lass ist die Schauspielerin Katharina Böhm. Seit 1991 ist er mit der aus Äthiopien stammenden Agrarexpertin Almaz Böhm (* 1964) verheiratet, die seit 2008 geschäftsführende Vorsitzende und seit dem 12. November 2011 Vorsitzende der Stiftung Menschen für Menschen ist.[4] Die beiden haben zusammen zwei Kinder. Karlheinz Böhms ältester Enkel Florian Böhm ist ebenfalls Schauspieler.
Im März 2008 wurde in Salzburg bekannt gegeben, dass das Europagymnasium Salzburg Nonntal anlässlich des 80. Geburtstages von Böhm den Namenszusatz „Karlheinz-Böhm-Gymnasium“ erhält.[5] Im Juni 2011 wurde Böhms Wirken zudem mit dem Karl Platz und einer Skulptur im Diplomatenviertel von Addis Abeba in Äthiopien gewürdigt. Bei der Eröffnung war auch Bundespräsident a.D. Horst Köhler anwesend, der Böhm einen stillen Revolutionär nannte.
1976 wurde Böhm zum ersten Mal mit der Armut in Afrika konfrontiert. Um einen Bronchialkatarrh auszukurieren, empfahlen ihm die Ärzte einen Aufenthalt in Kenia. Dort ließ er sich von einem einheimischen Hotel-Angestellten die Kehrseite der Luxusfassade zeigen. Karlheinz Böhm sah die Hütte des Hotel-Angestellten, erfuhr, dass die Einheimischen sich nur den Kopf eines Fisches leisten konnten, und war erschüttert. Er konnte sich mit der Armut nicht abfinden und beschloss, in Afrika zu helfen.
Als er wieder nach Deutschland zurückkehrte, wurde er in die Sendung „Wetten, dass..?“ eingeladen. Dort wettete er am 16. Mai 1981, nicht einmal jeder dritte Zuschauer würde eine Mark bzw. sieben Schilling oder einen Franken für notleidende Menschen in der Sahelzone spenden. Er versprach, dass er selbst nach Afrika gehen würde, um zu helfen, wenn er die Wette verliere. Das Spendenziel wurde nicht erreicht und Böhm gewann die Wette; immerhin kamen jedoch rund 1,7 Millionen DM zusammen. Nach der Sendung flog er im Oktober 1981 mit dem Geld erstmals nach Äthiopien und gründete am 13. November 1981 die Hilfsorganisation Menschen für Menschen.

Eine der Ursachen für die Armut in Äthiopien sieht Karlheinz Böhm in der sozialen Benachteiligung der Frauen. Er sagt, dass wir endlich begreifen müssen, dass Frauen dieselben Rechte haben wie Männer. Viele Jahre verbrachte Karlheinz Böhm mehrere Monate im Jahr in Äthiopien und besuchte die einzelnen Projekte.


katharina Böhm

Katharina Böhm (* 20. November 1964 in Sorengo, Schweiz) ist eine österreichische Schauspielerin. Die Tochter aus der dritten Ehe von Karlheinz Böhm mit der Schauspielerin Barbara Lass stand als 12-Jährige erstmals in der Serie Heidi des Schweizer Fernsehens als Klara vor der Kamera.

Die Braut meines Freundes (ganzer Film)
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Nach der Schauspielausbildung an der Schauspielschule Krauss und ersten Fernseh- und Kinorollen wurde sie durch den großen Erfolg der Fernsehserie Das Erbe der Guldenburgs bekannt. Daraufhin ging Katharina Böhm 1988 an das Theater in der Josefstadt und arbeitete bis 1992 vorwiegend auf der Bühne. In Wien spielte sie in Stücken wie Ich bin nicht Rappaport, Othello darf nicht platzen und Die Kaktusblüte. In Italien drehte sie u. a. mehrere Folgen der Krimireihe Commissario Montalbano als seine Dauerverlobte Livia Burlando und in der Serie Die Kinderklinik als Ärztin Dr. Angela Mancinelli

Seit 2012 spielt sie die Hauptrolle der Hauptkommissarin Vera Lanz in der ZDF-Krimiserie Die Chefin.

Die Chefin
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Katharina Böhm wohnt gemeinsam mit ihrem 1998 geborenen Sohn Samuel in Baldham bei München. Ihr Großvater väterlicherseits ist der Dirigent Karl Böhm.

 
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