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Heinz Conrads



"Guten Abend die Madln, servas die Buam", mit diesem Spruch präg­te sich der Volksschauspieler, Wienerliedsänger, Entertainer, Kabarettist und Rundfunkpionier Heinz Conrads (1913-1986) in das kollektive Ge­dächt­nis der Ös­ter­reicher ein. Der Paradewiener und Pu­bli­kums­lieb­ling Con­rads wurde am 21. Dezember 1913 in der K.u.k.-Metropole geboren. Er mach­te sich in vielen Sparten als vielseitiger Enter­tai­ner einen Namen.
"Als ich geboren wurde, war kein Mensch zu Hause. Die Mutter war gerade auf unserem Feld, um Kartoffel zu holen. Es war nicht unser Feld, aber wir holten dort immer die Kartoffel. Wir waren elf Kinder und alle hießen Emil, nur der Karl nicht. Der hieß Heinrich – und das war ich.“ So leitete Heinz Conrads seine „Erinnerungen eines Twen – meine ersten 60 Jahre“ ein.
Er war eine Radio- und Fernsehlegende wie kein anderer, eine Wiener Le­gen­de. Seine 1946 gestartete Sonntags-Radiosendung lief vierzig Jahre lang und kam als die am längsten gelaufene Radioshow der Welt ins Buch der Rekorde. Die Sendung erreichte regelmäßig 1,2 Millionen Hörer. Auch seine Samstag-Abend-Fernsehsendung lief fast 30 Jahre lang. Die Sendungen "Was gibt es Neues?" und "Guten Abend am Samstag" endeten erst 1986 mit seinem Tod.
Eine kleine Philosophie
Heinrich Conrads' musikalische Begabung, seine Liebe zum Theater und zur Schauspielkunst veranlassten ihn dazu, sich bereits in jungen Jahren bei Lai­en­gruppen und Theatervereinen als Schauspieler zu versuchen. Dennoch er­lern­te er auf Wunsch seines Vaters zunächst die Modelltischlerei. 1933 mel­dete er sich (wegen schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse) als Freiwilliger beim Bun­desheer und wurde Funker. Parallel dazu arrangierte und moderierte er Kom­pa­nie­feste. Als er 1939 während des Polen-Feldzugs schwer erkrankte, wurde er nach Wien versetzt, wo er Schauspielunterricht nahm und schließlich im Jahr 1942 am Wiener Stadttheater debütierte.
Sein eigentlicher Durchbruch fand aber erst nach dem Krieg statt, als er sich als Conférencier für „Bunte Abende", Moderator von Modeschauen und als Conférencier von Kinoaufführungen einen Namen machte. Parallel dazu trat Conrads (von 1945 bis 1948 und von 1950 bis 1955) im Wiener Kabarett Simpl auf und begann seine Karriere im ORF, die ihn landesweit bekannt ma­chen würde.
Von 1946 bis zu seinem Tod moderierte er für den ORF im Radio zunächst die Sendung "Was machen wir am Sonntag, wenn es schön ist?“ dann „Was gibt es Neues hier in Wien?", anschließend die österreichweit ausgestrahlte Hör­funk­sendung "Was gibt es Neues?" Diese 40-minutige Sonntag­vor­mit­tags­sen­dung machte ihn zum Publikumsliebling.
Guten Abend am Samstag
Als das Fernsehen Einzug in die heimischen Wohnzimmer hielt, wurde Heinz Conrads der erste „Talkmaster“ des jungen ORF-Fernsehens, wo er jahre­lang am Samstagabend die Sen­dung "Guten Abend am Samstag" (1967-1986) präsentierte, die zuerst 1957 unter dem Titel "Was sieht man Neues“ gestartet war). Zu einem Markenzeichen wurde seine (fast) immer gleiche Begrüßung: „Guten Abend meine Damen, guten Abend meine Herrn, guten Abend die Madln, servas die Buam“ mit der darauf folgenden Fra­ge nach dem Befinden der Zuschauer und Wünschen zur Besserung für die Kran­ken. Schließlich begrüßte er immer jene – wie viele Abende – alleine vor dem Fernsehbildschirm sitzen.

Die halbstündige Sendung „Guten Abend am Samstag“ wurde zu einer regel­rechten Institution, die vielen jungen Musikern und Autoren als Sprungbrett für die Karriere diente. Die Sendung vereinte Musikdarbietungen und kurze Plau­dereien, zeigte große Stars sowie hoffnungsvolle Nach­wuchs­ta­lente. Auch Con­rads selbst trat als Sänger auf, meist sang er traditionelle Wienerlieder. Bei der jüngeren Ge­ne­ration war die Sendung weniger populär, war sie doch oft eine Pflichtveranstaltung bei Samstagsbesuchen bei Tante/Onkel bzw. Oma/Opa. Punkt 18 Uhr war Sprechen strengstens untersagt, denn es hieß: „Jetzt kommt der Heinz Conrads“. Dann erschien er mit seiner von Brillantine geformten Frisur und seinem gutmütigen Dauerlächeln auf dem Bildschirm. Man musste sich fügen. Über 40 Jahre hatte die Sendung ihre Hörer in ganz Österreich. Erika Conrads erinnert sich, dass ihr Mann die ganzen Jahre über maximal vier Sendetermine aus Krankheitsgründen nicht einhalten konnte.

Der Mann mit dem schwarzen Bart
Conrads Laufbahn blieb aber nicht aufs Fernsehen beschränkt. Ab Mitte der 1950er Jahre war er in zahlreichen Kinofilmen zu sehen. Unter den Filmen, in denen er spiel­te: „Son­nen­schein und Wolkenbruch" (1955), „Die Wirtin zur Goldenen Krone" (1955), „Die Deutschmeister“ (1955), „Roter Mohn" (1956), „Vier Mädels aus der Wa­chau“ (1957), „Die Lindenwirtin vom Donaustrand“ (1957), "Der Page vom Palast-Hotel“ (1958). Conrads stand auch im Theater in der Josefstadt auf der Bühne. Ab 1973 spielte er in der Wiener Volksoper häufig den „Frosch“ in der Operette "Die Fledermaus".
Heinz Conrads war auch Komponist, Texter und Liederinterpret, besonders von Wienerliedern und Liedern, die einen Bezug zu Böhmen hatten, wie etwa „Wie Böhmen noch bei Österreich war“ oder „Schön war es in Potjebra“.

Conrads vielseitiges Lebenswerk wurde mit 54 Auszeichnungen und Ehrungen bedacht. U.a. dem "Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst", dem "Großen Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Ös­ter­reich", dem „Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien“ und der „Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien“ in Gold.

Mit Auszügen aus Wikipedia (Lizenz)  
 

Heinz Conrads

Er war der Liebling meiner vor langer Zeit verstorbenen Tante Marta. Wir haben uns oft zusammen seine Sen­dun­gen angesehen. Er, der Wiener par excellence, ist damit zum festen Bestandteil meiner Fa­mi­lien­erin­ne­run­gen ge­worden.

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