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Erste Allgemeine Verunsicherung / EAV



Die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV) ist eine österreichische Pop-Rock-Band, die 1977 gegründet wurde. Texter und Komponist der Band ist Tho­mas Spitzer. Der Na­me ist eine Anlehnung an das ehe­ma­li­ge Ver­si­che­rungs­un­ter­nehmen „Erste Allgemeine Versicherung".

Eik Breit gründete zunächst eine Band namens „Antipasta", die aber nicht erfolgreich war und sich nach drei Jahren auflöste. Mit Nino Holm, Thomas Spitzer und Anders Stenmo gründete er daraufhin eine neue Band. Während sie sich für einen Namen noch nicht entschieden hatten, kamen sie beim Vor­beifahren im Bus eine Zweigniederlassung der „Ersten Allgemeinen Ver­si­cherung“ („EAV"), und so kamen sie auf die Idee, die Band „Erste All­ge­mei­ne Verunsicherung-EAV" zu nennen.
Ba-Ba-Banküberfall

Zunächst waren sie in Österreich aufgrund der (offensichtlich beabsichtigten) Ähnlichkeit ihres Bandnamens mit der der „Erste Allgemeine Versicherung“ mit rechtlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Die Versicherungsgesellschaft verzichtete aber auf eine Klage. Einige Jahre später war das Unternehmen sogar Sponsor der Pinguin-Tour.

Die EAV wechselten oft ihre Mitglieder. Ihre Mitglieder sind Stand heute Klaus Eberhartinger (Gesang), Thomas Spitzer (Gitarre, Gesang), Kurt Kein­rath (Gitarre, Keyboard, Bassgitarre), Franz Kreimer (Keyboard, Sa­xo­fon, Ak­kor­deon, Gesang), Alvis Reid (Bassgitarre), Reinhard Stranzinger (Gi­tar­re) und Aaron Thier (Schlagzeug).

Küss die Hand schöne Frau

Obwohl der Versuch der Band, international bekannt zu werden, gescheitert ist, sind sie in Deutschland und Österreich immer noch sehr beliebt.

Die Lieder der Ersten Allgemeinen Verunsicherung wurden besonders in den 1980er Jahren oft als reine Spaßlieder verstanden. Durch den Erfolg von Lie­dern wie „Ba-Ba-Banküberfall„Märchenprinz“„Küss’ die Hand schöne Frau“, „Fata Mor­ga­na“ oder „Ding Dong“ wurde ihnen oft das Etikett einer Kla­mauk­band angeheftet, was sich 1999 durch den Erfolg des Songs Drei weiße Tau­ben noch ein­mal ver­stärk­te. Ihre Songs sind aber meistens sehr ge­sell­schafts­kri­tisch. atsächlich eckte EAV durch ihre politischen State­ments immer wieder an. Der ehemalige österreichische Bun­des­prä­si­dent Kurt Waldheim drohte nach dem Lied  „Wann man gehn muss" mit einer Klage, zog diese aber angesichts negativer öffentlicher Reaktionen zurück.
Fata Morgana

Kritischere Texte sind beispielsweise im Lied „Burli“ (1987) zu finden, das über­trie­ben und humorvoll die Geschichte eines kurz nach dem Unfall von Tschernobyl geborenen Jungen erzählt: „Herr Anton hat ein Häuschen mit einem Gartenzwerg und davor, da steht Da gab es eine kleine Havarie, die Tomaten waren so groß wie nie… . Sowohl „Burli“ als auch das Lied „Afrika“ führten einige Radiosender dazu, die Band zu boykottieren.

Kurti / Wann man geh'n muss

Am 28. September 2018 erschien das 17. Studioalbum Alles ist erlaubt, mit dem die Band 2019 ein letztes Mal auf Tournee gehen will. Mit der Tournee „1000 Jahre EAV – Abschiedstournee (Die Erste)“ will sich die Band von der Bühne ver­ab­schieden.