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Kürbiskernöl



Kürbiskernöl ist ein aus den gerösteten Kernen des Steirischen Ölkürbisses, hergestelltes Pflanzenöl. Das Öl eignet sich besonders gut als Salatöl, es ist aber auch bei der Zubereitung zahlreicher kalter und warmer Speisen ver­wendbar.
Kürbiskernöl wirkt auf den ersten Blick zähflüssig und dunkel. Sobald man es aber in Salate oder Suppen gibt, bekommt es tiefgrüne Schattierungen und entfaltet ein sehr intensives nussiges Aroma. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Kürbiskerne vor der Ölpressung getrocknet, gemahlen und geröstet werden. Das herkunftsgeschützte Steirische Kürbiskernöl g.g.A. hat in den letzten Jahren als kulinarisches Aus­hängeschild der Steiermark die inter­na­tionale Küche erobert.
Kürbiskernernte (Bildautor Eibe bei de.wikipedia)
Kürbiskernöl schmeckt nicht nur gut, es ist auch zweifelsohne gesund­heits­för­dernd. Besondere Phytosterole wirken positiv auf Prostata und Reizblase. Die im Kürbiskernöl enthaltenen Selen und Vitamin E verleihen ihm eine anti­oxi­da­tive Wir­kung, dank derer der Organismus vor freien Radikalen geschützt wird. Der hohe Anteil an Linolsäure und Phytosterinen gibt dem Öl au­ßer­dem eine cholesterinsenkende Wirkung. Der hohe Gehalt an mehrfach unge­sät­tig­ten Fettsäuren wirkt gefäßerweiternd. Darüber hinaus wird dem Kür­bis­ker­nöl eine positive Wirkung bei Prostata-Adenomen im Anfangsstadium nachgesagt. In der Naturheilkunde wird das Kürbiskernöl gegen hohen Blut­druck, Arte­rio­skle­rose, Prostataleiden, Blasenentzündungen und vieles mehr verwendet.
Karambolage - Der Gegenstand - Das Kürbiskernöl
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Steirisches Kürbiskernöl g.g.A
Die Entstehung des Kürbiskernöls ist eng mit der Steiermark verknüpft. Be­reits Anfang des 18. Jahrhunderts wurde in unseren Breiten aus Kürbis­ker­nen Öl gepresst, damals noch aus beschalten Kernen. Vor ungefähr hundert Jah­ren begannen dann steirische Bauern, weichschalige Sor­ten anzubauen und züchteten schließlich den "schalenlosen Steirischen Kürbiskern“. Anders als andere Kürbiskerne haben die Samen des Steirischen Ölkürbis nämlich keine hölzerne Hülle, sondern nur ein dünnes Silber­häut­chen. Dadurch lassen sich die weichen Kerne gut zu Öl pressen.
Die Abkürzung "g.g.A." steht für "geschützte geografische Angabe". 1996 wurde dem Öl Herkunftsschutz von der EU ausgesprochen. Seit 1998 haben sich über 2.300 heimische Kürbis­kern­pro­du­zenten und etwa 30 Ölmühlen im Erzeu­ger­ring "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.“ zusammengeschlossen, um den Her­kunfts­schutz gemeinsam um­zu­setzen. Ein Kontrollsystem gewährleistet, dass ausschließlich Kürbiskerne aus dem geschützten Gebiet zu "Steirischem Kür­biskernöl g.g.A " ver­presst wer­den. Auch die Pressung darf nur dort er­fol­gen. Jede Flasche Steirisches Kür­bis­ker­nöl wird seither mit einer Banderole mit individueller Kontrollnummer versehen.
Steirisches Kürbiskernöl
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Beim Kauf von Kürbiskernöl sollte man genau auf das Etikett und die Kon­troll­nummer schauen, denn laut einer Untersuchung kommen mehr als die Hälfte der Öle aus dem Ausland (z.B. aus China). Nur die Öle mit geschützter geo­gra­fischer Angabe (g.g.A.-Öle), dürfen als "Steirisches Kürbiskernöl" ge­kenn­zeichnet werden. Diese Bezeichnung darf laut EU-Verordnung nur verwendet werden, wenn die Kerne für das Öl vom steirischen Ölkürbis stammen, zudem sind nur bestimmte Anbaugebiete zugelassen. Außer in der Steiermark dürfen die Kürbisse auch im Südburgenland und in Teilen Niederösterreichs wachsen. Vorgeschrieben wird auch, wo gepresst werden darf und mit welchem Ver­fahren.

Wegen des sehr intensiven Geschmacks sollte Kürbiskernöl sehr sparsam dosiert werden. Hohe Temperaturen beim Kochen und Braten verträgt es sowieso nicht. Einmal geöffnete Flaschen sollten unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Frischer Salat mit Kürbiskernöl
Zutaten
Am Besten eignen sich Blattsalate wie junger Kopfsalat (Häuptlsalat), Rucola oder/und Pflücksalat. Auch Radieschenscheiben oder Cherrytomaten eignen sich außerordentlich gut.
Zubereitung
Gewaschenen Blattsalat mit wenig Essig (kein Balsamico!) oder Zitro­nen­saft und Öl beträufeln, mit Schnittlauch, etwas Salz und Pfeffer bestreuen und mit Baguette-Brotscheiben servieren.

Kürbissuppe
Zutaten (2 Personen)
700 g Kürbisfleisch
2 Lauchstangen
3 –4 mehlig kochende Kartoffeln
4 EL Butter
0,5 l Gemüsebrühe (auch Würfelbrühe)
3–4 EL Schlagobers oder Crème fraîche
4 TL Kürbiskernöl
Eine Prise frisch geriebener Muskatnuss
Frisch gemahlener Pfeffer, Salz
Zubereitung
Den Kürbis schälen und das Fleisch in Würfel zerschneiden. Den Lauch wa­schen, putzen, und den weißen Stängel in Scheibchen schneiden. Kürbis und Lauch in der heißen Butter leicht anschwitzen, ohne dass letzterer Farbe an­nimmt. Die geschälten und kleingewürfelten Kartoffeln dazugeben. Zum Schluss kommt die Brühe hinzu. Würzen und etwa eine Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Danach die Suppe mit einem Mixer pürieren, ggf. Brühe hinzufügen, falls sie zu sehr eingedickt ist. Obers (Sahne) hinzufügen, um­rüh­ren, alles abschmecken und ggf. nachwürzen. Ev. die Suppe wieder erhitzen.
Die Suppe in Suppentassen servieren und mit einem Teelöffel Kürbiskernöl pro Person beträufeln. Man kann die Suppe auch mit gerösteten Weiß­brot­würfeln anreichern.

Kernöl-Gugelhupf
Zutaten
4 Eier
1 dl Wasser
1 Päckchen Vanillezucker
1 dl Kernöl
150g Puderzucker
100g Kristallzucker
250g Mehl,
1/2 Päckchen Backpulver
Kürbiskerne nach Bedarf
Fett für die Form
Zubereitung
Form einfetten und mit Mehl ausstauben, mit halbierten Kürbiskernen belegen. Eidotter, Wasser, Staubzucker, Vanillezucker und Kernöl vermengen und schaumig rühren, Eiweiß mit Kristallzucker nicht ganz steif aufschlagen, Dotter mit einem Drittel des Eischnees und dem Mehl glatt rühren, dann den rest­li­chen Schnee unterziehen.
Bei 160° Celsius etwa 1 Stunde backen. Den noch heißen Gugelhupf mit dem Puderzucker überziehen.

Steiermark-Besucher sollten es sich nicht entgehen lassen, an einer Kern­öl­verkostigungstour teilzunehmen []. Infos findet man bei der Vereinigung "Steirische Ölspur".
 
 
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