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Friesach



Friesach ist eine kleine Stadt im Norden Kärntens, rund 45 km von Kla­gen­furt entfernt. Sie ist für ihre noch gut erhaltenen mittel­al­ter­lichen Bauwerke be­kannt, wie beispielsweise die Stadt­befestigung mit dem noch heute wasser­füh­rendem Stadt­graben. Die Kleinstadt liegt im nördlichen Kärnten, In ihrem We­s­ten erheben sich die (auch als Nockberge be­kannte) Gurktaler Alpen.
Friesach ist eine der wichtigsten Kul­tur­städte Kärntens. In der Stadt fin­den all­jählich im Sommer die Friesacher Burgfestspiele und die Frie­sa­cher Som­mer­spiele statt.
Blick vom Petersberg

Friesach , die bereits im Jahr 830 erst­malig urkundlich erwähnt wurde, ist die älteste Stadt Kärn­tens und war über viele Jahrhunderte hinweg ein be­vor­zug­ter Wohnsitz der Salzburger Bischöfe. 2015 wird die die Stadt ihr acht­hun­dert­ste Jubiläum feiern. Wie kei­ne andere Stadt Kärntens ist Frie­sach im Bewusst­sein der Men­schen mit dem Mittelalter ver­bun­den.

Der Hauptplatz mit dem Stadtbrunnen
Der dominierende Bau der Altstadt von Friesach ist die imposante Stadt­pfarr­kirche St. Bartholomäus, die wegen zahlreicher Umbauten im Laufe der Jahr­hun­derte zusätzlich zu ihrem ursprünglichen gotische Stil auch weitere, unter­schied­liche architektonische Elemente aufweist. Direkt neben der Kirche er­hebt sich der Petersberg, auf dem sich die Überreste des Burghofes befin­den, und das interessante und an Exponaten reiche Stadt­mu­seum, das im histo­ri­schen Wohnturm der Erzbischöfe untergebracht ist.

Die Stadtpfarrkirche
Weltweit bekannt ist die Stadt auch wegen des "Friesacher Pfennigs", der er­sten überregionalen Handelsmünze, die im Mittelalter in Österreich ge­prägt wurde. Dass diese Münze gerade hier geprägt wurde, ist auch darauf zurück­zu­führen, dass in der Gegend um Friesach Silbergruben entdeckt wor­den wa­ren, die sich als beonders ergiebig erwiesen. Der Friesacher Pfennig war im 13. Jahrhundert in zahlreichen Ländern als Handelsgeld im Umlauf, u.a. in Dalmatien, Kroatien, Slowenien, Ungarn und Siebenbürgen.
Prägung des Friesacher Pfennigs
Am westlichen Stadtrand steht die Burgruine Rotturm, die im 14. Jahrhundert in eine Wehranlage einbezogen wurde. Teil dieser Anlage ist der wasser­füh­ren­de Stadtgraben mit einer Zinnenringmauer aus dem 13. Jahrhundert. Auf dem Stadtgraben werden heute auch Bootsfahrten veranstaltet.
Burgruine Rotturm

Auf der Anhöhe im Süden der Stadt erinnert die Kirchenruine Virgilienberg an eine der drei Propsteien der Stadt, die hier im 13. Jahrhundert gegründet wur­de. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert wurde nur noch das Chorschiff mit den schönen gotischen Maßwerkfenstern gerettet.

Beleuchtete Chorschiffruine auf dem Virgilienberg

Die Kirchenruine Virgilienberg auf der Anhöhe im Süden der Stadt erinnert an eine der drei Propsteien der Stadt, die hier im 13. Jahrhundert gegründet wur­de. Nach einem Brand im 18. Jahrhundert wurde nur noch das Chorschiff mit den schönen gotischen Maßwerkfenstern gesichert.

Die Burg auf dem Petersberg wurde um 1076 von Erzbischof Gebhard er­rich­tet, der im Investiturstreit Partei für den Papst Gregor VII ergriffen hatte und dem Kaiser Heinrich IV. den Weg über die Alpen versperren wollte.
Burgruine Petersberg und Peterskirche

Erwähnenswert ist, dass sich 1149 König Konrad III. nach seinem Rückzug vom 2. Kreuzzug auf der Burg aufhielt, und dass Kaiser Friedrich I. Bar­ba­ros­sa die Burg 1170 besetzen ließ, weil Erzbischof Adalbert III. von Böhmen Partei für den Papst Alexander III. ergriffen hatte. Im Jahr 1192 kam auch König Richard I. Löwenherz, der auf der Flucht nach England war, durch Friesach.

Burgruine auf dem Petersberg

In Friesach wird seit 2009 ein historisches Experiment gestartet. Auf etwa 4000 qm eine neue mittelal­ter­li­che Burg gebaut in ihren ver­schie­denen Entwicklungsstufen mit romanischem Berg­fried, gotischem Palas, spätgotischer Kapelle, Wirtschaftsgebäuden, Gar­ten sowie Ringmauer und Tor­anlage. Das ganz Besondere daran ist, dass aus­schließ­lich mit mittel­al­ter­li­chen Methoden und mit mittelalterlichen Werk­zeu­gen gebaut wird.

Es werden dabei ausschließlich natürliche Baustoffe (Holz, Stein, Kalk, usw.) ver­wen­det und fast ausschließlich Handwerkszeug wie im Mittel­alter ein­ge­setzt und keinerlei durch Motoren oder Strom betriebenen Ma­schi­nen. Es ist ein Bau ohne Bagger und ohne Lastwagen.

Foto: Burg Friesach Errichtungs-GmbH

Die Baustelle wird wissenschaftlich begleitet, alle Materialien und Werkzeuge sollen authentisch sein, alten Vorbildern nachgebaut und nicht aus dem Bau­markt, sagt der wissenschaftliche Leiter Johannes Grabmyer: "Das Holz wird im Wald geschlägert und der Stein im Steinbruch." Bis die Burg fertig ist, wird es wohl noch etwa 30 bis 40 Jahre dauern. Bisher wur­de unter anderem der Burghügel gerodet, Steine behauen und eine 140 Meter lange mittelalterliche Wasserleitung fertiggestellt.

Die Besichtigungssaison 2013 hat bereits begonnen. Die Führungstermine sind Dienstag bis Sonntag 09:30, 11:00, 14:00 und 16:00 Uhr.
 

Schauplatz Mittelalter

Im Renaissancebrunnen mit seinen auf­wändigen Reliefs aus der grie­chischen Mythologie plätschert das Wasser ruhig vor sich hin. Ab und zu fährt ein Auto einmal um den Platz. Ein kurzes Brummen. Dann ist wieder nur das liebliche Plätschern zu hören. Als ein Bus mit der Aufschrift "Sonder­fahrt" direkt vor mir anhält und eine lärmende Schar von etwa vierzig Per­so­nen ausspuckt, platzt der Traum.
Minutenlang kann ich diese wun­der­ba­re Kulisse, den Mittelpunkt dieser her­vorragend erhaltenen mittelalterlichen Stadt nicht mehr genießen. Aber bald kehrt wieder Ruhe ein. Die Rei­se­grup­pe ist verschwunden. Ich brauche nur die geparkten Autos vom Hauptplatz wegdenken und schon bin ich wieder im tiefsten Mittelalter.

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