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Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien



Das Arsenal ist ein ehemaliger militärischer Gebäudekomplex im Südosten von Wien. Die Anlage mit insgesamt 31 Gebäuden wurde von 1849 bis 1856 erbaut. Der Anlass war die Märzrevolution von 1848.
Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien [] wurde zwischen 1850 und 1856 als Kernstück des Arsenals nach den Plänen von Ludwig Foerster und Theo­phil von Han­sen errichtet. Es ist das Leitmuseum des Öster­rei­chischen Bundes­hee­res. Es zeigt die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 sowie das Schicksal von Österreich nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945. Besonderes Merkmal wird auf die Rolle des Heeres und die militärische Vergangenheit auf hoher See gelegt.  
Das Heeresgeschichtliche Museum in Wien wurde zwischen 1850 und 1856 als Kernstück des Arsenals nach Plänen von Ludwig Foerster und Theophil Han­sen errichtet. Es ist das Leitmuseum des Öster­rei­chischen Bundesheeres. Es zeigt die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 sowie das Schicksal von Österreich nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945. Besonderes Merkmal wird auf die Rolle des Heeres und die militärische Vergangenheit auf hoher See gelegt.
Salutschießen vor dem Museum
Das Heeresgeschichtliche Museum liegt inmitten des Arsenals, dessen mau­risch-byzantinischer und neugotischer Architekturstil nicht gerade "militärisch" inspiriert zu sein scheint, sondern eher einen romantischen Eindruck macht. Besonders beeindruckend ist die charakteristische Back­steinbauweise des aus zweifarbigen Ziegeln bestehenden Mauerwerks.
Die Feldherrenhalle
Das Innere des Museums verdeutlicht, dass das Gebäude mehr als eine kai­ser­li­che Waf­fen­samm­lung sein sollte, nämlich vor allem eine Ruhmes- und Ge­denkstätte. In der Feldherrenhalle sind 56 Statuen in Carrara-Marmor auf­ge­stellt, Portraits der "berühmtesten, im­mer­wäh­ren­den Nach­ei­fe­rung wür­di­ger Kriegs­fürs­ten und Feld­her­ren Österreichs". Nicht weniger prächtig ist das Stie­genhaus mit einer monumentalen Theseus-Gruppe sowie einem oktogonalen Kuppelraum, von dem aus man in die Säle der Gemäldegalerie gelangt.
Das Stiegenhaus
Waffen, Rüstungen, Militärfahrzeuge, Flugzeuge, Schlacht­schiff­modelle, Uni­formen, Orden, Ehrenzeichen und Fahnen sind die Exponate. Auch zahlrei­che Schrift­stücke, sowie Gemälde und Fotografien dokumentieren die Geschichte der kriegerischen Auseinandersetzungen und Ereignissen im Zusammenhang mit der Militärgeschichte Österreichs.
Der erste große Saal des Mu­seums ist der Geschichte Europas im 16. und 17. Jahr­hundert gewidmet. Das Heilige Römische Reich Deutscher Na­tion, dessen Reichshaupt- und Re­sidenzstadt mit der Krönung Kaiser Ferdinands I. im Jahr 1588 Wien wur­de, war wäh­rend dieser Zeit sehr oft in militärische Konflikte ver­wickelt.
Der Dreißigjährige Krieg
Er tobte von 1618 bis 1648 in Europa, bis die Aus­ei­nan­der­set­zung zwischen den pro­tes­tan­tischen und den katho­li­schen Mächten, zwischen Kaiser und Reich zu Ende ging. Gezeigt werden u.a. Solda­ten­be­klei­dun­gen, Rüs­tun­gen, Musketen und Piken.
Die Türkenkriege
Mehr als 300 Jahre lang drängten die Türken nach Europa. Zwei Mal (1529 und 1683) wurde die Stadt Wien, die als das Bollwerk der Christenheit schlechthin galt, von den türkischen Osmanen belagert. 1683, als Wien zum zweiten Mal von den osma­ni­schen Truppen unter der Führung des Großwesirs Kara Mustafa Pascha be­lagert wurde, konnten die Truppen des Osmanischen Reiches mit den vereinten Heeren des Abendlandes geschlagen werden. Dies war der Anfang der endgültigen Zurück­drän­gung der Türken. Dabei taten sich besonders Markgraf Ludwig von Ba­den und Prinz Eugen von Savoyen hervor. Das Herzstück des Saals der Türkenkriege bildet eine Vitrine mit os­ma­nischen Waffen, Kopfbedeckungen und Rang­ab­zei­chen.
Julius Jakob Freiherr von Haynau unterdrückte 1849 die Revolution in Ungarn
Mehrere Räume des Museums zeigen 200 Jahre österreichische Marine­ge­schichte, von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, von den Forschungs- und Entdeckungsreisen bis zum Ende der Präsenz Österreichs auf den Meeren.
Schiffsmodelle
Wenn man heute von der österreichischen Kriegsmarine spricht, käme dem einem oder anderem Nichtwissenden ein spöttisches Schmunzeln über die Lippen. Gemeint ist aber keineswegs nur die ab dem 16. Jahrhundert existie­ren­de Donauflottille, denn seit dem Ende des 18. Jahrhunderts hatte Öster­reich eine starke Mittelmeerflotte. Sie wurde als österreichische Kriegs­ma­ri­ne, spä­ter, nach dem Ausgleich mit Ungarn, k. u. k. Kriegsmarine be­zeich­net. Auf ihrem Höhepunkt vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs galt sie als die sechstgrößte Marine der Welt.
Siegreiche Schlacht der K.u.K. bei Lissa (20. Juli 1866)
Die Marineausstellung im Heeresgeschichtlichen Museum wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg der permanenten Ausstellung hinzugefügt. Die Aus­stel­lung deckt dabei den gesamten Zeitraum von der Entstehung bis zum Ende der k.u.k. Kriegsmarine nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ab.
Diverse Ölgemälde, da­run­ter auch solche mit monu­menta­len Aus­ma­ßen, veran­schau­li­chen die bewegte Geschichte der österreichischen See­macht (z.B. das Monu­men­tal­ge­mäl­de "Die See­schlacht von Lissa" von Alexander Kircher). Neben beein­dru­cken­den Ga­lions­fi­guren und Schiffs­mo­del­len sind auch zahlreiche Erin­nerungsstücke an Flot­ten­kom­man­danten und See­schlach­ten zu sehen. Ebenso wird die be­son­de­re Bedeutung der ös­ter­reichischen Kriegsmarine im Be­reich der wissen­schaft­li­chen For­schung hervor­ge­ho­ben, z.B. die Welt­um­se­ge­lung der SMS Novara (1857-1859) und die Österreich-Ungarische Nordpolexpedition der Jahre 1872-1874. Darüber hinaus findet man auch die U-Boot­waf­fen-Gattung betreffende Exponate, beispielsweise das einzige noch erhaltene Frag­ment eines k.u.k. U-Bootes, nämlich der Turm von U-20, das 1918 in der Mündung des Flusses Tagliamento versenkt und mehr als vierzig Jahre später (1962) geborgen wurde.
K.u.K- Marine Detachement zur Zeit des "Boxeraufstandes" (1900)
Es ist eine Ironie der Geschichte, dass gerade das Schicksal des Thronfolgers Franz Fer­di­nand, der die Absicht gehabt hatte, Österreich-Ungarn aus Krie­gen he­raus­zuhalten, der unmittelbare Auslöser für den Ersten Weltkrieg war. Als nämlich der Erzherzog 1914 nach Sarajewo kam, wurde er zusammen mit seiner Frau am Sonntag, dem 28. Juni, von Gavrilo Princip erschossen. 
Alfred Basel: "Erstürmung des Dorfes Stary Korczyn" (Galizien 1914)
Drei aussagekräftige Objekte sind - unter anderen - im "Sarajevo-Raum" zu sehen: das Automobil, in welchem Franz Fer­dinand und seine Ehefrau, die Herzogin Sophie von Hohenberg, 1914 er­schos­sen wurden, der blutige Waf­fen­rock des Thronfolgers und das Römer­sofa, auf dem er starb.
Dem Ersten Weltkrieg sind zwei Säle gewidmet, in denen mit zahllosen Fo­to­grafien, Filmen und Gemälden gezeigt wird, wie umfassend und verlustreich dieser Krieg war. Der Weg in den Zusammenbruch wird durch die Exponate sehr deutlich mit Bildern von Verwundeten, Gefangenen und Toten.
Hans Larwin: "Soldat und Tod" (1917)
Für Österreich-Ungarn lag der Schwerpunkt der Auseinandersetzungen auf dem Balkan und in Galizien. Aber bereits Ende 1914 mussten die deutschen und die österreichische Truppen ihre ganze Kraft aufwenden, um nicht von russischen Truppen überrannt zu werden. Im Mai 1915 erklärte schließlich Italien Österreich-Ungarn den Krieg, was die Eröffnung einer weiteren Front bedeutete und einen erbitterten Gebirgskrieg [] zur Folge hatte.
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Russische Kriegsgefangene in Premysl (Galizien. Winter 1914-1915)
Die Themen, die hier erwähnt wurden, sind nur ein Teil der umfangreichen Thematik des Heeresgeschichtlichen Museums. In einem Saal, der sich mit den Napoleonischen Kriegen be­fasst, sind die Schlachten bei Austerlitz, Würzburg, Aspern, Deutsch-Wagram und Leipzig zu sehen, sowie den von Andreas Hofer angeführten Tiroler Volks­auf­stand von 1809. Ein weiterer Raum ist Feldmarschall Radetzky und seiner Zeit (1848–1866) ge­widmet. Ein Saal ist der bewegten Geschichte der Ersten Republik und des Zweiten Weltkriegs ge­wid­met und den Auswirkungen der politischen Ereignisse auf Ge­sell­schaft und Militär in jener Zeit.
Wenn man die prachtvollen Räum­lichkeiten des Museums sieht, die herrlichen Gemälde, die kunstvoll gestalteten Waffen früherer Zeiten, die bunten, pfauenartigen Uni­for­men, und besonders die Schiffs­modelle und die weiteren Exponate zur Geschichte der öster­rei­chi­schen Marine, könnte man fast dazu verleitet werden, zu den­ken: "Kann Krieg denn schön sein?". Tatsächlich ist das Museum nicht nur außerordentlich lehrreich, sondern auch ein ästhetisches Erlebnis höheren Ranges. Spätestens aber wenn man sich die Exponate, Fotos und die Film­doku­mentation zum Ersten Weltkrieg ansieht — im Bild eine Schutzkleidung auf der zu lesen ist: "Chi leva la maschera muore" / Wer die Maske abnimmt, stirbt —, wird einem bewusst, was Krieg tatsächlich bedeutet. Es ist als hätte das 20. Jahrhundert auf einem Schlag all den Pomp und die Helden­re­tho­rik entzaubert, die frühere Herrscher benutzten, um ihre Herrschaft zu sichern.

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